Landkreis Emsland

Unterzeichnung im Wirtschaftsministerium: MSC Cruises vergibt Großauftrag an Meyer Werft

Papenburg/Berlin - Seit 2024 gehört der Bund und das Land Niedersachsen zu den Anteilseignern der Papenburger Meyer Werft. Und im Berliner Bundesministerium für Wirtschaft und Energie wurde nun ein Großauftrag der MSC Cruises für die Werft offiziell vergeben. Wert: Bis zu rund zehn Milliarden Euro.

Katherina Reiche. Foto: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

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MSC Cruises und die Meyer Werft GmbH haben in Papenburg einen „Letter of Intent“ über einen Großauftrag für vier bis sechs Kreuzfahrtschiffe mit einem Gesamtvolumen von bis zu 10 Milliarden Euro unterzeichnet. So heißt es in einer Mitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Der Vorvertrag solle die Auslastung des Standorts Papenburg bis 2035 sichern und markiere den Einstieg von MSC in den Bau von Schiffen bei der Meyer Werft in Deutschland.

Bund und Land Niedersachsen, seit Ende 2024 Mehrheitsgesellschafter der Meyer Werft, unterzeichnen dazu eine Nebenvereinbarung, die eine langfristige Zusammenarbeit stützen soll. Nach Unternehmensangaben ist der Auftrag ein wichtiger Schritt für die Stabilisierung der Werft und die deutsche Schiffbauindustrie.

Unterstützung von Bund und Land

Ende 2024 hatten Bund und Land die Meyer Werft mit einer gemeinsamen Mehrheitsbeteiligung sowie einem Kreditrahmen von insgesamt 2,6 Milliarden Euro gestützt. Gründe für die Schieflage waren der pandemiebedingte Nachfrageeinbruch und stark gestiegene Kosten infolge des Ukrainekriegs. Ein 2024 gestarteter Restrukturierungsprozess soll mit einem Sanierungsprogramm bis Ende 2028 abgeschlossen werden. Zur Meyer Werft Gruppe gehören das Stammwerk in Papenburg und die Neptunwerft in Rostock-Warnemünde.

„Die Auftragsvergabe von MSC Cruises markiert einen entscheidenden Durchbruch für die Meyer Werft. In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten braucht es Führung, Ergebnis- und Entscheidungsorientierung. Genau das haben die beteiligten Partner bewiesen. Dieser Deal steht für Zukunftsfähigkeit, Innovationskraft, internationales Vertrauen und die Fortführung herausragender Ingenieurskunst in Deutschland", so Bundesministerin Katherina Reiche,

MSC Cruises zählt zu den größten Kreuzfahrtanbietern weltweit und erweitert mit dem Schritt seine Zusammenarbeit mit der deutschen Werft. Nach Angaben der Beteiligten stärkt der Vorvertrag das Vertrauen in den Sanierungskurs. Weitere Details zu Bauzeiten und Spezifikationen wurden zunächst nicht mitgeteilt.


 

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