Kreis Borken

Forschung aus Augenklinik Ahaus international ausgezeichnet

Ahaus/London – Die Augenklinik Ahaus hat sich beim diesjährigen Kongress der European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS) in London mit vier wissenschaftlichen Beiträgen präsentiert. Der ESCRS zählt zu den wichtigsten internationalen Fachkongressen für Katarakt- und refraktive Chirurgie. Eine der Arbeiten aus Ahaus wurde als „Best Presented Poster“ ausgezeichnet.

Freuen sich über die Auszeichnung (von links): Labib Alshaweesh, dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl und Priv.-Doz. Dr. med. habil. Dominik Leclaire (FEBO). Foto: Augenklinik Ahaus

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Den Preis erhielt Labib Alshaweesh, Leiter der Abteilung Wissenschaft & Forschung der Augenklinik Ahaus. Vorgestellt wurde ein KI-gestütztes System zur Berechnung von Kunstlinsen bei Kataraktoperationen. Der sogenannte IOL-Agent analysiert biometrische Merkmale des Auges und soll dabei helfen, für jeden Patienten die jeweils am besten geeignete Berechnungsformel auszuwählen. In einer Untersuchung von 146 Augen lag die KI-gestützte Auswahl bei 84,9 Prozent der Fälle innerhalb einer Abweichung von ±0,50 Dioptrien. Damit war die KI-gestützte Auswahl präziser als die besten einzeln getesteten Berechnungsformeln, heißt es in der Pressemeldung der Augenklinik Ahaus. Für Patientinnen und Patienten könne das bedeuten, dass die eingesetzte Kunstlinse noch genauer auf das gewünschte Sehergebnis abgestimmt werden kann und etwaige Abweichungen nach der Operation dadurch noch seltener ausfallen.

Auch Klinikleiter dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl sowie Priv.-Doz. Dr. med. habil. Dominik Leclaire (FEBO) präsentierten in London aktuelle Forschungsergebnisse aus der Augenklinik Ahaus. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten standen Kunstlinsen und die Frage, wie sich unterschiedliche Linsenkonzepte auf Sehvermögen, Brillenunabhängigkeit und den nutzbaren Sehbereich nach einer Kataraktoperation auswirken.

Für die Augenklinik Ahaus ist die starke Präsenz in London nach eigenen Angaben ein besonderer Erfolg. „Für uns ist entscheidend, dass wissenschaftliche Erkenntnisse nicht nur veröffentlicht werden, sondern direkt in die tägliche Patientenversorgung einfließen“, sagt Klinikleiter Gerl. „Dass wir mit vier Arbeiten beim ESCRS vertreten waren und zusätzlich eine Auszeichnung erhalten haben, ist eine starke Bestätigung für die Entwicklung unseres Forschungsprogramms.“

Die Augenklinik Ahaus verbinde damit internationale Forschung mit der Versorgung vor Ort mit dem Ziel, Diagnostik, Operationsplanung und Behandlung für Patientinnen und Patienten kontinuierlich weiterzuentwickeln und mache zudem deutlich, dass medizinische Innovation nicht nur an Universitätsstandorten entsteht, sondern auch hier vor Ort in Ahaus.

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