Kreis Steinfurt

Unternehmensbesuch bei Ossenberg in Rheine

Rheine - Zu einem Unternehmensgespräch besuchten Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann, Ingo Niehaus, Geschäftsführer der EWG für Rheine, sowie Andre Reinke aus dem Gewerbeflächenteam der EWG die Ossenberg Gruppe an der Kanalstraße. Gastgeber waren Jörg Buschbell, seit gut einem Jahr Geschäftsführer der Unternehmensgruppe, sowie Leiter Operations Tobias Niedermeyer. Ziel des Treffens war ein erstes persönliches Kennenlernen und ein Einblick in die aktuelle Entwicklung des traditionsreichen Unternehmens, das seit 2024 vollständig Teil der familiengeführten Beteiligungsstruktur zwei.7 Holding GmbH aus Osnabrück ist.

Von links André Reinke (EWG), Jörg Buschbell (Fa. Ossenberg), Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann, Ingo Niehaus (EWG), Tobias Niedermeyer (Fa. Ossenberg) . Foto: EWG

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Die Ossenberg Gruppe, ein Unternehmen mit Schwerpunkt in der Reha- und Orthopädietechnik, hat sich nach eigenen Angaben in diesem Marktsegment fest etabliert. Zu den jüngsten strategischen Entwicklungen gehört die Übernahme der Firma Kowsky mit Sitz in Neumünster, wodurch das Unternehmen seine Produktpalette erweitert hat. Am Hauptstandort in Rheine fertigt die Gruppe Gehstützen, Gehstöcke und Zubehör mit einer Eigenfertigungsquote von 90 Prozent, die laut Unternehmensangaben die Verarbeitung vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt umfasst.  

Das Unternehmen setzt zunehmend auf nachhaltige Materialien. Etwa 90 Prozent der Aluminiumkomponenten bestehen nach eigenen Angaben aus recyceltem Material, und es kommen recyclingfähige Kunststoffe zum Einsatz. In der Produktion in Rheine arbeiten rund 60 Mitarbeitende in drei Schichten an fünf Tagen in der Woche. Laut Geschäftsführer Andreas Buschbell ermögliche eine Kombination aus Automatisierung und qualifizierten Fachkräften das hohe Produktionsvolumen. Positiv sei zudem, dass alle gewerblichen Stellen trotz des Fachkräftemangels besetzt werden konnten.  

Wachstum und Bürokratie als zentrale Themen  

Buschbell erklärte, dass die Unternehmensgruppe trotz der Herausforderungen durch Kostensteigerungen in den vergangenen Jahren weiterhin gut aufgestellt sei. Für die Zukunft sei ein weiteres Wachstum geplant, das durch die Weiterentwicklung des Sortiments, Investitionen in Prozesse und Strukturen sowie die Nutzung bestehender Standortpotenziale erreicht werden solle. Auch am Standort Rheine gebe es noch Möglichkeiten für Ausbau und Entwicklung.  

Kritik äußerte Buschbell allerdings an einem steigenden bürokratischen Aufwand. „Mehrere Mitarbeitende sind mittlerweile ausschließlich damit beschäftigt, Dokumentationspflichten zu erfüllen sowie Unterlagen für Aufsichtsbehörden und Genehmigungsverfahren aufzubereiten. Hier wünsche ich mir eine spürbare Entbürokratisierung, um den Fokus mehr auf produktive und innovationsorientierte Tätigkeiten legen zu können“, so der Geschäftsführer.   

Die Produktpalette umfasst laut Operations-Leiter Thomas Niedermeyer sowohl standardisierte Produkte in großen Stückzahlen als auch maßgeschneiderte Einzelanfertigungen. Die Unternehmensgruppe sieht sich als Marktführer in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) und plant, künftig auch weitere internationale Märkte zu erschließen.  

Bedeutung für den Standort Rheine  

Die Ossenberg Gruppe wird regional als wichtiger Wirtschaftsfaktor wahrgenommen. Bürgermeister Peter Lüttmann und EWG-Geschäftsführer Tobias Niehaus betonten bei einem Besuch die Bedeutung des Unternehmens für den Standort Rheine. Niehaus bezeichnete die Firma als ein positives Beispiel für mittelständische Wertschöpfung in der Region. Beide Seiten vereinbarten, den Dialog fortzusetzen. 


 

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