Kreis Warendorf

technotrans verbessert Ergebnisqualität im ersten Halbjahr 2026

Sassenberg - Das Technologieunternehmen technotrans aus Sassenberg verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatzrückgang von 120,6 Millionen Euro auf 113,3 Millionen Euro, konnte jedoch die EBIT-Marge leicht auf 7,1 Prozent steigern. Während die Bereiche Energy Management sowie Healthcare & Analytics Zuwächse erzielten, belastete eine schwache Investitionsdynamik die Segmente Print und Plastics. Der Auftragsbestand stieg auf 96 Millionen Euro.

Sitz der technotrans SE in Sassenberg. Foto: technotrans SE

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Die technotrans SE hat im ersten Halbjahr 2026 einen Konzernumsatz von 113,3 Millionen Euro erzielt, nach 120,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Trotz des geringeren Volumens stieg die EBIT-Marge auf 7,1 Prozent (Vorjahr: 7,0 Prozent). Das operative Konzernergebnis (EBIT) lag bei 8,0 Millionen Euro im Vergleich zu 8,4 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025.

Ausschlaggebend für die Verteilung der Erträge waren ein veränderter Produktmix, Effizienzmaßnahmen und das Servicegeschäft, wie es in einer Mitteilung heißt. Der Auftragsbestand erhöhte sich zum Periodenstichtag auf 96 Millionen Euro, das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz (Book-to-Bill-Ratio) stieg auf 1,2.

Michael Finger, Vorstandsvorsitzender der technotrans SE, erklärt: „Die Entwicklung in den ersten 6 Monaten zeigt, dass technotrans Umsatzschwankungen heute wirksamer abfedern kann als in der Vergangenheit. Wir verbinden operative Disziplin mit gezielten Investitionen in Märkte, die von Elektrifizierung, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz profitieren. Der deutlich gestiegene Auftragsbestand unterstreicht die Wachstumsperspektiven.“

Performance der Fokusmärkte und Segmente

Der Bereich Energy Management steigerte den Umsatz um 7,5 Prozent auf 31,5 Millionen Euro. Bereinigt um das seit Beginn des Geschäftsjahres 2026 zugeordnete Standard-Lasergeschäft entsprach dies einem Plus von 17,2 Prozent. Nachfrage bildeten Flüssigkeitskühlungen für Datacenter sowie Batteriethermomanagement-Systeme für E-Busse und Schienenfahrzeuge. Healthcare & Analytics erhöhte den Umsatz auf 16,6 Millionen Euro (Vorjahr: 15,7 Millionen Euro). Demgegenüber verzeichnete Print einen Rückgang auf 36,3 Millionen Euro (Vorjahr: 40,5 Millionen Euro) und Plastics auf 25,5 Millionen Euro (Vorjahr: 31,4 Millionen Euro).

Im Segment Technology sank der Umsatz auf 84,0 Millionen Euro (Vorjahr: 90,8 Millionen Euro), bei einer Segmentmarge von 4,4 Prozent (Vorjahr: 4,3 Prozent) und einem Segment-EBIT von 3,7 Millionen Euro (Vorjahr: 3,9 Millionen Euro). Das Segment Services erwirtschaftete 29,4 Millionen Euro (Vorjahr: 29,8 Millionen Euro) bei einer Marge von 14,7 Prozent (Vorjahr: 15,0 Prozent). Die Bruttomarge des Konzerns stieg von 29,8 Prozent auf 30,2 Prozent.

Die Eigenkapitalquote lag bei 63,6 Prozent. Der Free Cashflow belief sich im Berichtszeitraum auf -0,5 Millionen Euro (Vorjahr: -1,1 Millionen Euro). Zum Stichtag standen liquide Mittel in Höhe von 12,6 Millionen Euro sowie freie Kreditlinien von 17,2 Millionen Euro zur Verfügung. Im Juli 2026 verbuchte das Unternehmen im Bereich Datacenter einen Auftragseingang im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich sowie im Fokusmarkt Plastics einen Großauftrag mit einem jährlichen Umsatzpotenzial im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert der Vorstand weiterhin einen Konzernumsatz zwischen 240 Millionen und 260 Millionen Euro, eine EBIT-Marge von 6,5 bis 8,5 Prozent und einen Free Cashflow von leicht über 10 Millionen Euro.

Finger ergänzt: „Die solide Auftragslage, die positiven Signale aus Energy Management und Plastics sowie der Free-Cashflow-Beitrag im 2. Quartal stimmen uns zuversichtlich für die zweite Jahreshälfte, wenngleich die eingeschränkten Lieferketten eine Herausforderung bleiben. Durch die strategisch wichtigen Großaufträge ist die Basis für nachhaltiges Wachstum gelegt. Wir werden unsere Strategie weiterhin konsequent umsetzen und die Potenziale unserer Thermomanagement-Lösungen in attraktiven Zukunftsmärkten nutzen, um profitables Wachstum zu realisieren.“


 

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