Kreis Coesfeld

STF-Campus: KI auf der Baustelle und im Betrieb

Bösensell - Die STF Gruppe nutzt beim Neubau ihres Unternehmensstandorts „STF Campus“ Künstliche Intelligenz und digitale Gebäudemodelle über den gesamten Lebenszyklus der Immobilie. Durch die Vernetzung von Planung, Bauausführung und Gebäudebetrieb sollen Effizienzgewinne erzielt und Instandhaltungskosten gesenkt werden.

Neubau des STF Campus in Senden Bösensell. Foto: STF Gruppe

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Die STF Gruppe setzt bei der Errichtung und dem Betrieb ihres neuen Unternehmensstandorts „STF Campus“ durchgehend auf den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) und digitaler Prozesse. Ziel des Projekts ist es, die Abläufe in Planung, Bauausführung und Gebäudemanagement zu optimieren sowie Betriebskosten langfristig zu senken, wie es in einer Mitteilung heißt.

In der Planungs- und Bauphase verknüpft das Unternehmen BIM-Modelle (Building Information Modeling), Laserscans und digitale Dokumentationen, wie es in einer Mitteilung heißt. KI-gestützte Systeme analysieren die Datenmengen, um mögliche Planungsfehler oder Kollisionen zwischen Architektur, Tragwerk und technischer Gebäudeausrüstung frühzeitig zu identifizieren. Durch regelmäßige Scans während der Bauausführung wird der tatsächliche Baufortschritt mit dem digitalen Modell abgeglichen, was Abweichungen sichtbar macht und eine lückenlose Dokumentation ermöglicht.

Digitaler Zwilling

Auf Basis dieser Daten entsteht Schritt für Schritt ein digitaler Zwilling des Gebäudes, der als virtuelle Abbildung der Immobilie dient. Nach der Fertigstellung werden die Informationen in ein CAFM-System (Computer Aided Facility Management) überführt. Dort werten Algorithmen die Betriebsdaten sowie Informationen von Sensoren aus. Dies ermöglicht eine bedarfsgerechte Wartung technischer Anlagen sowie die frühzeitige Erkennung von Verschleißerscheinungen, um Ausfallzeiten zu minimieren.

Zusätzlich analysiert die Software im laufenden Betrieb Belegungs-, Nutzungs- und Energiedaten. Daraus resultiert eine bedarfsgerechte Steuerung von Heizung, Lüftung, Klimatisierung und Gebäudereinigung, wodurch der Energieverbrauch sinkt.

„Digitalisierung endet nicht mit der Fertigstellung eines Gebäudes. Die größten Potenziale entstehen im laufenden Betrieb. Deshalb schaffen wir die Datengrundlage, um den STF Campus künftig effizient, nachhaltig und wirtschaftlich betreiben zu können“, erklärt Stefan Feldmann, geschäftsführender Gesellschafter der STF Gruppe.


 

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