Der Fernleitungsnetzbetreiber Nowega erweitert sein Betriebsgelände im Nordhorner Ortsteil Frenswegen, um den langfristigen Netzbetrieb in der Region abzusichern. Das Areal fungiert als zentraler Knotenpunkt, an dem acht Leitungen für die Versorgung mit Erd- und Biogas zusammenlaufen. Gleichzeitig verlaufen über diese Station die im vergangenen Jahr in Betrieb genommenen Leitungen des GET H2 Nukleus, die Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes sind.
Am Montag (4. Mai) erfolgte der offizielle Spatenstich, wie es in einer Mitteilung heißt. An der Zeremonie nahm auch der Bürgermeister der Stadt Nordhorn, Thomas Berling, teil. Im Rahmen des Festakts wurde eine Zeitkapsel mit einer Tageszeitung vom selben Montag befüllt. „Der Nowega-Standort in Frenswegen ist ein entscheidender Baustein für die Versorgungssicherheit in unserer Region. Die Investition zeigt, dass Nowega langfristig plant und Verantwortung für die Infrastruktur übernimmt“, erklärte Berling vor Ort.
Infrastruktur für die Wasserstoff-Zukunft
Kern des Bauvorhabens ist eine Lagerhalle mit den Maßen 15 mal 20 Meter, die direkt an das bestehende Bürogebäude anschließt, um die Betriebsabläufe zu optimieren. Das gesamte Areal umfasst etwa 9.000 Quadratmeter, aufgeteilt in 6.000 Quadratmeter Stations- und 3.000 Quadratmeter Betriebsgelände. Da bereits erste Leitungen für den Transport von Wasserstoff umgerüstet wurden, nimmt der Standort eine Schlüsselrolle bei der Umstellung auf klimafreundliche Gase ein.
Frank Heunemann, Geschäftsführer von Nowega, sieht in der Erweiterung einen notwendigen Schritt: „Mit dem Ausbau in Frenswegen stärken wir die bestehende Gasinfrastruktur und schaffen zugleich die Voraussetzungen für die Integration von Wasserstoff. Damit leisten wir einen Beitrag zur Transformation des Energiesystems und richten den Standort für seine Aufgaben aus.“ Nowega betreibt insgesamt vier Standorte, wobei Frenswegen schwerpunktmäßig für das westliche Netzgebiet verantwortlich ist. Mit der Investition sichert das Unternehmen den Verbleib der aktuell acht Mitarbeitenden vor Ort.