Seit Anfang des Jahres produziert die NaBento Vliesstoff GmbH am neuen Standort in Dülmen im Gewerbegebiet an der Münsterstraße. Zur offiziellen Eröffnung der umfassend sanierten Produktionshalle begrüßte die Huesker Synthetic GmbH am Donnerstag rund 40 Gäste, darunter Vertreter der Stadtverwaltung, der Lokalpresse sowie die gesamte NaBento-Belegschaft. Huesker-Geschäftsführer Dr. F.- Hans Grandin dankte im Rahmen der Eröffnung vor allem den Beschäftigten sowie den anwesenden Vertretern der Stadt Dülmen.
Im Zuge der Verlagerung der NaBento-Produktion vom sächsischen Ellefeld nach Dülmen in Nordrhein-Westfalen entstand in nur neun Monaten eine komplett neue Produktionsstätte. Dafür investierte die Gruppe insgesamt rund 1,5 Millionen Euro in die Sanierung und Instandsetzung eines bestehenden Hallengebäudes sowie in die umfassende Modernisierung des vorhandenen Maschinenparks.
Auch Dülmens Bürgermeister Carsten Hövekamp dankte Huesker für das kontinuierliche Engagement in der Region und hieß die neue, zum Teil extra von Ellefeld nach Dülmen mitgezogene Belegschaft willkommen. „Ich freue mich riesig, dass Sie in so kurzer Zeit gleich zwei tolle Projekte in Dülmen umgesetzt haben“, so Hövekamp. In unmittelbarer Nähe zum neuen NaBento-Standort betreibt das Unternehmen bereits zwei eigene Werke an der Münsterstraße und Im Brömken, die derzeit ebenfalls erweitert und modernisiert werden. Die Entscheidung, beide Unternehmensstandorte zum 31. Dezember 2024 zusammenzulegen, fiel bereits Anfang letzten Jahres. Die NaBento Vliesstoff GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Huesker Synthetic GmbH. Sie stellt unter den Markennamen Tektoseal und NaBento mineralische Dichtungsmatten her, die vor allem zur Abdichtung von Deponien, zur Sicherung belasteter Böden und im Wasserbau eingesetzt werden.
Mit dem Startschuss im April 2024 gelang es HUESKER, die notwendigen Umbaumaßnahmen innerhalb von nur sechs Monaten zu realisieren, so dass der Umzug selbst planmäßig von Oktober bis Dezember 2024 stattfinden konnte. Im Fokus der umfassenden Sanierung stand unter anderem die energetische Optimierung. So wird nun mit einer flächendeckenden Industriefußbodenheizung in Kombination mit einer modernen Luftwärmepumpe geheizt. „Ein Teil des benötigten Stroms kommt eigens über eine neu installierte Verbindungsleitung aus dem benachbarten HUESKER-Werk 2, um die dort mittels einer Photovoltaikanlage erzeugte Solarenergie zu nutzen“, erklärt Heinz-Georg Richels, Technischer Leiter bei HUESKER und verantwortlich für das Sanierungsprojekt. Neben vier Beschäftigten zog auch ein Großteil der vorhandenen Produktionsanlagen von Sachsen nach Dülmen mit um. Komplett neu ist dagegen die Fördertechnik für Sand, Bentonit und andere Schüttgüter. „Alles in allem waren die Sanierung und der Umzug eine planerische und logistische Herausforderung, die aber nicht zuletzt auch dank der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Dülmen und den ausführenden Unternehmen aus der Region wie geplant und ohne größere Überraschungen verlief“, so Richels.
„Durch die Zusammenlegung der Standorte ergeben sich erhebliche logistische Vorteile – sowohl für den bisherigen Warenverkehr zwischen den Standorten als auch mit Blick auf die Rohstoffbeschaffung. Die daraus resultierenden, niedrigeren Transportkosten stärken ganz konkret die Wettbewerbsfähigkeit der NaBento-Produkte. Hinzu kommen Nachhaltigkeitsvorteile durch kürzere Wege“, begründet Huesker-Geschäftsführer Dr. F.- Hans Grandin die Entscheidung.
Die bisherige Entfernung von rund 600 Kilometern zwischen den Produktionsstätten in Sachsen und Nordrhein-Westfalen sei nicht nur eine Herausforderung für die Logistik, sondern auch für die Kommunikation und das Personalmanagement gewesen, so Grandin weiter. Mit der Zusammenlegung will Huesker die vorhandenen Ressourcen am Standort Dülmen besser nutzen und darüber hinaus eine engere Anbindung der NaBento Vliesstoff GmbH an die Produktentwicklung am Stammsitz in Gescher sicherstellen.
Bei NaBento wird unter anderem die derzeit neueste und zukunftsträchtige Produktlinie Tektoseal Active hergestellt. Sie bindet Schadstoffe in Böden und Sedimenten, darunter auch sogenannte Ewigkeitschemikalien (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen – PFAS), und trägt so zum Schutz der Umwelt und intakter Lebensräume bei.