Münster

Minister Laumann besucht „Beratungsstellen Arbeit“

Münster – Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen, war in der vergangenen Woche in Münster bei den „Beratungsstellen Arbeit“ zu Gast. Laumann informierte sich unter anderem, wie Menschen unterstützt werden können, die unter prekären oder ausbeuterischen Bedingungen arbeiten und welche Lösungen die Beratungsstellen vor Ort anbieten.

Minister Karl-Josef Laumann (2.v.l.) beim Besuch der „Beratungsstellen Arbeit“ in Münster.

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In Münster stellten die Fachleute der sieben Beratungsstellen im Münsterland ihre Arbeit vor und berichteten über konkrete Fälle aus den jeweiligen Institutionen: Beispielsweise ein Beschäftigter aus Rumänien, der für eine Tätigkeit als Elektriker in Deutschland angeworben worden war. Nach seiner Ankunft sollte er jedoch als Erntehelfer arbeiten. Über sein Gehalt und Abzüge für seine Unterkunft wurde er nicht informiert.

Die landesweit 53 vom Arbeitsministerium und dem Europäischen Sozialfond finanzierten Beratungsstellen unterstützen Menschen kostenlos bei arbeits- und sozialrechtlichen Fragen: insbesondere bei nicht gezahltem Lohn, unrechtmäßigen Kündigungen oder problematischen Arbeitsbedingungen. Dabei setzen sie auch auf mobile und aufsuchende Beratung. Gerade für Beschäftigte, die nur über geringe Kenntnisse des deutschen Arbeits- und Sozialrechts verfügen, sei eine persönliche und verständliche Beratung von besonderer Bedeutung, so alle Beteiligten.

Laumann: „Hilfe von hoher Bedeutung“

„Seit über fünf Jahren existiert mit den 53 Beratungsstellen Arbeit ein flächendeckendes Beratungsangebot für prekär Beschäftigte, Menschen in Ausbeutung und Arbeitslose. Die Beratungsstellen bieten den Menschen in Nordrhein-Westfalen ortsnahe, unbürokratische und kostenlose Hilfe an. Genau diese Hilfe, die, nah ‚an den Menschen ist‘, ist von hoher Bedeutung. Sie stellen bei Ihrer Arbeit die Menschen in den Mittelpunkt und gehen auf individuelle Arbeits- und Lebensbedingungen ein. Hierbei wird ein Vertrauensverhältnis aufgebaut, durch das Ratsuchenden zielgerichtet geholfen werden kann und Hilfestellungen ankommen“, betonte Minister Laumann.

Christoph Cramer von der „Beratungsstelle“ Arbeit Münster erklärt: „Wir können viele Probleme nicht allein lösen. Unsere Stärke liegt deshalb auch darin die richtigen Partner zusammenzubringen: Durch unsere Netzwerke vor Ort können wir die Ratsuchenden gezielt unterstützen und sie so in die Lage versetzten ihre Rechte wahrzunehmen.“

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