In erster Linie soll der Roboter zu Forschungszwecken für angehende Maschinenbau-Ingenieurinnen und -Ingenieure dienen, so die WH in einer Pressemitteilung. Sie analysieren komplexe Kinematiken, optimieren Greifwerkzeuge, testen Sensorik und erforschen, wie sich Roboter sicher und reibungslos im Raum bewegen. Prof. Tobias Seidl, Dekan des Fachbereichs Maschinenbau, ergänzt: „Für die Robotiker und Mechatroniker des hiesigen Campus ist der Walker S2 das ideale Testfeld für Bilderkennung, Machine Learning und Mensch-Maschine-Interaktion.“
Prof. Dr. Thomas Naber, Vizepräsident Forschung und Transfer der WH, betont, dass der humanoide Roboter als „offene Forschungsplattform“ diene und am Campus eine „eine Brücke aus der Wirtschaft in die Hochschule“ schlage. „Genau das leben wir hier am Campus: Unsere Studierenden programmieren nicht nur Algorithmen im stillen Kämmerlein oder konstruieren isolierte Bauteile. Sie bringen Mechanik, KI und betriebswirtschaftlichen Nutzen an einem echten System zusammen. Mit dieser interdisziplinären Praxiserfahrung sind sie optimal auf die Anforderungen der Industrie vorbereitet.“
WH bindet Wirtschaft in die Forschung ein
„Dass 21 regionale Partner gemeinsam diese beachtliche Summe aufbringen, ist ein fantastischer Vertrauensbeweis in unseren Standort und eröffnet eine einzigartige Chance, weit über die Hochschule hinaus Wirkung zu entfalten“, sagt Ulrich Grunewald, Vorsitzender der Fördergesellschaft, der die Unterstützung aus der heimischen Wirtschaft betont. „Hier zeigt sich die Stärke des Westmünsterlands: Wirtschaft und Wissenschaft ziehen an einem Strang. Wir schaffen damit exzellente Studienbedingungen, binden hochqualifizierte Talente früh an die Region und stärken die Innovationskraft unserer hiesigen Betriebe.“
So soll die Wirtschaft auch unmittelbar vom neuen Roboter profitieren könnne. Im Forschungsprojekt „Future RobotiX“ untersuchen Wissenschaft und regionale Betriebe gemeinsam, wie intelligente Assistenzsysteme den Arbeitsalltag erleichtern können – sei es bei kniffligen Montageaufgaben, in der internen Logistik oder dort, wo Arbeiten für Menschen ergonomisch belastend oder gefährlich sind. Mit regelmäßigen Workshops und Präsentationen will die Fördergesellschaft die beteiligten Partnerunternehmen fortlaufend über Forschungsergebnisse und Lösungen für praktische Anwendungsfälle rund um den Walker S2 auf dem Laufenden halten.