Die Gäste verschafften sich einen Eindruck von den neuen Betriebsgebäuden und tauschten sich mit der Geschäftsführung über die Entwicklung des Unternehmens aus. Seit 1969 entwickelt und produziert Gödde Maschinenbau Anbaugeräte für Traktoren, die vor allem im kommunalen Bereich eingesetzt werden – beispielsweise zum Mähen von Straßenrändern. Neben dem deutschen Markt beliefert das Unternehmen auch zahlreiche Kunden im europäischen Ausland – unter anderem in Litauen, Dänemark, Österreich, Slowenien und der Schweiz.
Platzmangel am alten Standort
Nach vielen Jahrzehnten am bisherigen Standort an der Diekstraße wurde der Platz zunehmend knapp. Mit dem Neubau auf einem rund 8.000 Quadratmeter großen Grundstück in Baccum investiert das Unternehmen in seine Zukunft, wie es in der Pressemeldung der Stadt Lingen heißt. Die neue Betriebsstätte biete deutlich mehr Platz für Produktion, Lager und Verwaltung und schaffe optimale Voraussetzungen für weiteres Wachstum. Rund vier Millionen Euro investierte das Unternehmen in den Neubau, der durch BPL Exeler aus Lingen über alle Projektphasen hinweg begleitet und koordiniert wurde. Ende August wird der Umzug vollständig abgeschlossen sein.
„Schon beim Spatenstich hatte man das Gefühl: Hier läuft‘s. Beeindruckend ist, wie schnell dieses Bauprojekt umgesetzt wurde. Heute sieht man, dass dieser Standort genau die richtige Entscheidung war“, sagte Oberbürgermeister Krone während des Besuchs.
Geschäftsführer Bernhard und Johannes Gödde führten gemeinsam mit Projektleiter Neubau Bernd-Christian Gödde die Gäste durch die neue Betriebsstätte. Die neue Fertigungshalle biete „durch moderne Ausstattung und verbesserte Produktionsbedingungen optimale Voraussetzungen für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens“, wie es heißt. Die Bereiche Entwicklung und Montage bleiben weiterhin vollständig in eigener Hand und werden von den mittlerweile 28 Beschäftigten umgesetzt.
PV-Anlage und Ladeinfrastruktur
Auch beim Thema Nachhaltigkeit setzt das Familienunternehmen auf zukunftsweisende Lösungen. Mit der Photovoltaikanlage auf dem Hallendach erzeugt das Unternehmen einen großen Teil des benötigten Stroms selbst und erreicht damit eine Eigenversorgung von rund 60 Prozent. Die installierte Ladeinfrastruktur mit Wallboxen unterstützt den zunehmenden Einsatz elektrisch betriebener Firmenfahrzeuge. Ergänzt wird das nachhaltige Mobilitätskonzept durch überdachte Fahrradabstellanlagen mit Lademöglichkeiten für E-Bikes.
Ein wesentlicher Vorteil des neuen Standorts sei zudem die verkehrsgünstige Lage an der B214. „Die Erreichbarkeit für Zulieferer hat sich deutlich verbessert. Gleichzeitig sind wir als Unternehmen jetzt viel sichtbarer. Das ist gerade mit Blick auf die Gewinnung neuer Fachkräfte ein wichtiger Faktor“, erläutern die Geschäftsführer.
Für die Wirtschaftsförderung der Stadt Lingen sei die Entwicklung des Unternehmens ein gutes Beispiel für die positive Dynamik des Wirtschaftsstandortes.