„Unsere beiden Häuser passen hervorragend zusammen“, betont Timo Schulte-Renger, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Lengerich. „Regionale Kreditinstitute stehen vor großen Herausforderungen – diese werden wir in einem gemeinsamen Institut zusammen noch besser meistern“, ergänzt Rainer Langkamp, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Steinfurt.
Beschäftigungsgarantie für alle Mitarbeitenden
Im Rahmen der Vorbereitung der Fusion wurde viel erarbeitet: In mehreren Sitzungen der Sondierungskommission wurden die wesentlichen Rahmenbedingungen einer gemeinsamen Sparkasse erarbeitet. So ist die Kreissparkasse Steinfurt juristisch und technisch aufnehmendes Institut. Lengerich wird zukünftig Hauptstellen-Standort für die fusionierte Sparkasse, Hauptsitz bleibt Ibbenbüren. Darüber hinaus wurden in einer Dienstvereinbarung die Interessen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berücksichtigt. So wurde zwischen den Vorständen und Personalräten beider Häuser eine Beschäftigungsgarantie für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vereinbart.
Zusammensetzung des Vorstands
Das Vorstandsgremium der gemeinsamen Sparkasse wird aus Rainer Langkamp als Vorstandsvorsitzendem und den aktuellen Kreissparkassen-Vorstandsmitgliedern Carl-Christian Kamp und Peter Hensmann bestehen. Timo Schulte-Renger und Philipp Heinisch aus dem Vorstand der Stadtsparkasse Lengerich werden zunächst ab dem 1. Januar 2026 für ein Jahr Generalbevollmächtigte. Anschließend erfolgt die Bestellung der beiden zu stellvertretenden Vorstandsmitgliedern.
Dr. Martin Sommer bleibt als Landrat des Kreises Steinfurt auch weiterhin Vorsitzender des Verwaltungsrats der neuen Kreissparkasse Steinfurt. Die 24 Träger des neuen Instituts umfassen den Kreis Steinfurt sowie die Städte und Gemeinden Altenberge, Emsdetten, Greven, Hörstel, Hopsten, Horstmar, Ibbenbüren, Ladbergen, Laer, Lengerich, Lienen, Lotte, Metelen, Mettingen, Neuenkirchen, Nordwalde, Ochtrup, Recke, Saerbeck, Stein-furt, Tecklenburg, Westerkappeln und Wettringen.
Insgesamt wurde eine „ausgewogene Übereinkunft gefunden“, wie die Kreissparkasse Steinfurt mitteilte – „alle Gespräche waren von konstruktiver und sehr offener Atmosphäre geprägt“ bestätigt Sommer. „Der Austausch in den Sitzungen der Sondierungskommission war sehr vertrauensvoll – wir haben ein faires Gesamtpaket erarbeitet, das für das neue Haus und die Region viele Vorteile mit sich bringt“, ergänzt Wilhelm Möhrke, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Stadtsparkasse Lengerich.
Weiterhin wurden in mehreren Workshops strategische Leitplanken für das gemeinsame Haus als Grundlage für die weitere Umsetzung der Fusion erarbeitet. „Wir sichern zukunftsfähige Arbeitsplätze und positionieren die Kreissparkasse Steinfurt als attraktiven Arbeitgeber in der Region“, sind sich Langkamp und Schulte-Renger einig. Die rechtliche Fusion beider Häuser ist für den 1. Januar 2026 geplant. Am Freitag (11. Juli) erfolgt die offizielle Vertragsunterzeichnung.