Kreis Steinfurt

Flughafen Münster/Osnabrück erleichtert über Erhalt der München-Verbindung

Greven - Über mehrere Monate zitterte der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) um den Erhalt der letzten Linienverbindung ab Greven. Jetzt gibt es offenbar eine Entwarnung für die Strecke nach München, wie der FMO mitteilt. Auch die IHK Nord Westfalen zeigt sich erleichtert.

FMO - München bleibt bestehen. Foto: Schulte

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Der Flughafen Münster/Osnabrück bleibt auch 2026 Lufthansa-Standort und weiterhin an das Drehkreuz München angebunden. Die größte deutsche Fluggesellschaft gab heute bekannt, die Strecke vom Flughafen Münster/Osnabrück nach München auch im kommenden Jahr fortzuführen. In den vergangenen Wochen hatte Lufthansa öffentlich diskutiert, innerdeutsche Strecken einstellen zu wollen – darunter auch die Verbindung des FMO nach München. Grund dafür seien vor allem die im Vergleich zu anderen europäischen Ländern zu hohen hoheitlichen Standortkosten an deutschen Flughäfen.

In einer „beispiellosen konzertierten" Aktion hätten sich Politiker der Region, Unternehmensführer und Verbände bei der Bundesregierung für den FMO eingesetzt. heißt es in einer Mitteilung des Flughafens. Vor einer Woche beschloss die Bundesregierung schließlich ein Maßnahmenpaket, das die Rücknahme der 2024 erfolgten Erhöhung der Luftverkehrsteuer vorsieht und die geplante Erhöhung der Flugsicherungskosten aussetzt.

Prof. Dr. Rainer Schwarz, Geschäftsführer des FMO, und Andrés Heinemann, designierter Geschäftsführer ab 2026, bedanken sich in einer Mitteilung ausdrücklich für das Engagement der Region: „Politik, Wirtschaft und deren Verbände haben maßgeblich dazu beigetragen, dass unsere Wirtschaftsregion weiter über das Drehkreuz München mit der Welt verbunden bleibt. Nun ist es natürlich umso wichtiger, dass die Strecke weiter intensiv genutzt wird.“

Die Flugverbindung in die bayerische Metropole besteht bereits seit über 40 Jahren. Aktuell setzt Lufthansa viermal täglich Airbus A319/320 auf dem einstündigen Flug nach München ein.

Erleichterung bei der IHK

In einer Reaktion zeigt sich auch die IHK Nord Westfalen erleichtert, dass die Lufthansa-Verbindung zum internationalen Drehkreuz in München im Sommerflugplan 2026 gesichert ist. „Die Ankündigung von Lufthansa Airline-Chef Jens Ritter ist eine sehr gute Nachricht für die regionale Wirtschaft“, sagte Dr. Fritz Jaeckel, Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen. „Der Erhalt der München-Verbindung vom FMO ist ein wichtiger Beitrag, um die Wettbewerbsfähigkeit der vielen international tätigen Unternehmen und Forschungseinrichtungen sowie die Standortattraktivität unserer Wirtschaftsregion zu sichern", kommentiert Jaeckel die Entscheidung der Lufthansa.
 
„Der Einsatz von vielen Mandatsträgern und Akteuren aus der regionalen Wirtschaft hat sich gelohnt“, resümierte Jaeckel. Die zahlreichen Aktivitäten vor und hinter den Kulissen hätten gezeigt, wie wichtig es sei, im engen Schulterschluss zu agieren. „Die Bundesregierung hat mit dem Beschluss, die Luftverkehrssteuer zum 1. Juli 2026 zu senken, den entscheidenden Beitrag geliefert, dass die München-Verbindung zunächst erhalten bleibt“, so Jaeckel.
 
Ein erster Schritt sei getan, jedoch müsse weiterhin an der Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrsstandorts Deutschland gearbeitet werden. „Weitere Entlastungen und bessere Rahmenbedingungen sind erforderlich, damit der Standort im internationalen Vergleich nicht weiter zurückfällt,“ richtet Jaeckel den Blick nach vorne. „Für Wirtschaft, Forschung und Wissenschaft in unserer Region sind und bleiben internationale Verbindungen unverzichtbar“, so Jaeckel abschließend.


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