Kreis Steinfurt

Das Datacenter Münster Osnabrück ist offiziell gestartet

Greven - Mit der Eröffnung des Datacenters Münster Osnabrück (DMO) am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) erhält die Region eine neue IT-Infrastruktur. Das Gemeinschaftsprojekt setzt auf regionale Datensouveränität und ein eigenes Energiekonzept, um Unternehmen und Kommunen langfristig abzusichern.

Von links Ludger Hemker (items GmbH & Co. KG), Stefanie Mollemeier (items GmbH & Co. KG), Inga Oehl (TKRZ GmbH), Christine Zeller (Stadtkämmerin/Stadtdirektorin Stadt Münster), Christoph Stegemann (DMO GmbH), Martin Sommer (Landrat Kreis Steinfurt), Alexander Sommer (DMO GmbH) und Jürgen Schmidt (Stadtwerke Emsdetten GmbH).Foto: Datacenter Münster Osnabrück

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Bereits Mitte April nahm das Datacenter Münster Osnabrück (DMO) offiziell seinen Betrieb am FMO auf, wie es in einer Mitteilung heißt. Nach einer einjährigen Bauphase ist damit die erste Baustufe mit einer IT-Leistung von etwa einem Megawatt verfügbar. Das Investitionsvolumen für diesen ersten Abschnitt belief sich auf knapp 10 Millionen Euro. Das Projekt zielt darauf ab, die Datensouveränität der Region zu unterstützen. Dr. Martin Sommer, Landrat des Kreises Steinfurt, ordnet den Start ein: „Das neue Rechenzentrum setzt einen Meilenstein für Datensouveränität und nachhaltige Digitalisierung in unserer Region. Hier verbinden sich modernste Technologie und verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen – ein Gewinn für Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft gleichermaßen.“

Die technische Basis des DMO orientiert sich an der Norm EN 50600 Verfügbarkeitsklasse 3 und richtet sich an gewerbliche sowie öffentliche Nutzer. Ein wesentlicher Aspekt der Anlage ist das Energiekonzept. Ein Teil des Strombedarfs wird über eine eigene Photovoltaikanlage mit 650 Kilowatt-Peak gedeckt. Zukünftig ist zudem eine Anbindung an den geplanten Solarpark am Flughafen vorgesehen. Holger Nauendorf, Betriebsleiter der citeq, betont die Bedeutung der Ausfallsicherheit: „Für uns als kommunaler IT-Dienstleister ist Resilienz heute ein zentraler Erfolgsfaktor. Das neue Rechenzentrum bietet höchste Ausfallsicherheit, modernste Sicherheitsstandards und eine nachhaltige Infrastruktur – damit stärken wir die digitale Handlungsfähigkeit der kommunalen Verwaltungen langfristig und verlässlich.“

Regionale Kooperation und Netzanbindung

Hinter dem DMO steht ein Joint-Venture der items GmbH & Co. KG aus Münster und der TKRZ Stadtwerke GmbH aus Emsdetten. Die Partner kombinieren ihre Erfahrung aus den Bereichen IT und Telekommunikation, um den Betrieb sicherzustellen. Über die TKRZ werden zudem Glasfaseranbindungen angeboten, die das Rechenzentrum mit Standorten in Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg verknüpfen. Alexander Sommer und Christoph Stegemann, Geschäftsführer der DMO GmbH, sehen darin einen Standortvorteil: „Wir sind stolz, mit dem DMO einen Ort zu schaffen, der die digitale Wettbewerbsfähigkeit im Münsterland und im Osnabrücker Land für Unternehmen, Kommunen und öffentliche Einrichtungen nachhaltig stärkt.“

Aufgrund der aktuellen Nachfrage befindet sich eine weitere Ausbaustufe bereits in der Planung, die in etwa zwei Jahren betriebsbereit sein soll. Der Standort am Flughafen wurde aufgrund der Flächenreserven und der vorhandenen Netzinfrastruktur gewählt. Dr. Marco Trienes, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster, ergänzt: „Das DMO ist ein wichtiger Baustein für die digitale Souveränität unserer Region. Es schafft eine hochmoderne, nachhaltige Infrastruktur, die Unternehmen Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit bietet – und stärkt damit nachhaltig den Wirtschaftsstandort.“


 

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