Kreis Borken

Bürgerwindpark A31 Hohe Mark nimmt Form an

Heiden – Der Bürgerwindpark A31 Hohe Mark nimmt weiter Form an. Die geschäftsführende Gesellschaft – die Bürgerenergie A31 Hohe Mark GmbH & Co. KG, bestehend aus Landeigentümern und Unternehmen aus Heiden-Leblich – startet mit dem Repowering des Windpark an der Halterner Straße und dem Neubau zweier Windräder im Kreulkerhok zwischen Heiden und Reken. Die jährliche Stromerzeugung der insgesamt sieben neuen Anlagen wird dem Jahresstrombedarf von etwa 20.000 Vier-Personen-Haushalten entsprechen, heißt es in einer Pressemitteilung von B&W Energy, einem der beteiligten Unternehmen.

Foto: Freepik/wirestock

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Seit einigen Tagen rollen die Baumaschinen für den Fundamentbau. Östlich und westlich der Autobahnausfahrt „A31 Reken“ entstehen insgesamt sieben neue Windenergieanlagen, eine mit einer Generatorleistung von 5,56 Megawatt und sechs Anlagen mit je 4,2 Megawatt Sie ersetzen fünf Windenergieanlagen mit bisher je 1,5 Megawatt und eine Anlage mit bisher 0,6 Megawatt, die im Jahr 2004 bzw. 2000 in Betrieb gegangen waren. „Mit dem Ersatz des Windparks an der Halterner Straße macht die Bürgerenergie A 31 Hohe Mark den nächsten konsequenten Schritt für die Energiewende, indem wir die Vorteile der dynamischen technischen Entwicklung im Bereich der Windenergie ausnutzen. Zugleich bleiben wir unserem Ansatz einer breiten akzeptanzstarken Bürgerbeteiligung bei der Umsetzung unserer Windenergieprojekte in der Region treu“, so der Geschäftsführer der Bürgerenergie A31 Hohe Mark GmbH & Co. KG, Manuel Wissing. 

Neue Anlagen produzieren das Sechsfache an Strom

Neben der deutlich höheren Generatorleistung ermöglichen fast doppelt so große Rotoren und bis zu 70 Meter höhere Türme künftig einen deutlich stärkeren Stromertrag am Standort. Produzieren die sechs alten Anlagen insgesamt circa 13,5 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr, werden die sieben neuen Windenergieanlagen zusammen mit voraussichtlich rund 80 Millionen Kilowattstunden jährlich rund das Sechsfache liefern. Dies entspreche einer Strommenge, die rechnerisch den Jahresbedarf von etwa 20.000 Vier-Personen-Haushalten decke, so B&W Energy. Der Netzanschluss der neuen Windräder erfolgt dabei teilweise über die bestehende Leitung zum Umspannwerk Borken, teilweise über das eigene Umspannwerk der Bürgerenergie A31 Hohe Mark im Schlickenbrook. 

Bürgerbeteiligung

Auch die neuen Windenergieanlagen werden unter breiter Bürgerbeteiligung umgesetzt. So haben auf Heidener Seite über 150 Bürgerinnen und Bürger als Grundstückseigentümer, Anwohner oder planende Gesellschafter die Möglichkeit, sich am Projekt zu beteiligen. Auch auf Rekener Seite sollen Anwohner und Grundstückseigentümer eingebunden werden. Zudem wird sich die Gemeindewerke Reken GmbH an den beiden Windenergieanlagen auf Rekener Gebiet beteiligen. 

Neben der breiten Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern sowie der Kommune soll die Akzeptanz durch weitere Maßnahmen sichergestellt werden. So wird beispielsweise eine mobile Schattenabschaltung installiert, bei der jeder vom Schattenwurf betroffene Anwohner per Anruf selbstständig die Anlage stilllegen kann. Zudem werden alle Anlagen mit der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung ausgestattet. Diese sorgt dafür, dass die Kollisionswarnlichter der Windräder wirklich nur dann anspringen, wenn sich ein Luftfahrzeug signifikant der Windenergieanlage nähert. 

Derzeit laufen die Vorbereitungen des Fundamentbaus für die sieben neuen Windräder. Es folgen Turmbau und Rotorinstallation. Mit den Inbetriebnahmen und der ersten Stromeinspeisung der einzelnen Windenergieanlagen sei nach und nach im ersten Halbjahr 2026 zu rechnen, heißt es.
 

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