Anlässlich der Mitgliederversammlung am Donnerstag, den 30. April 2026, legte die LVM Versicherung die Geschäftszahlen für das vergangene Jahr vor.
Die Unternehmensgruppe verzeichnete ein Beitragsplus von 8,9 Prozent auf insgesamt 5,3 Milliarden Euro, wie es in einer Mitteilung heißt. Damit liegt die Entwicklung über dem Branchenschnitt. Der Jahresüberschuss stieg auf 264 Millionen Euro an, was unter anderem auf ein Jahr mit vergleichsweise geringen Schadensereignissen zurückzuführen ist.
Insgesamt wurden dem Versicherer im Jahr 2025 rund 950.000 Schäden gemeldet. Parallel dazu wuchs der Vertragsbestand auf 15,5 Millionen Kontrakte an. Seit Beginn des Jahres 2026 betreut das Unternehmen mehr als vier Millionen Kunden. Die Kapitalbasis wurde ebenfalls gestärkt: Das Eigenkapital wuchs um 7,5 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro an, während die Solvenzquoten stabil blieben.
Fokus auf IT-Transformation und Personalstrategie
Ein Schwerpunkt der Unternehmensstrategie liegt auf der technischen Infrastruktur. Im Rahmen der „IT-Transformation 2030“ modernisiert der Versicherer seine Kernsysteme und integriert KI-Anwendungen in die Arbeitsabläufe des Innen- und Außendienstes.
Das Kundenportal „Meine LVM“ verzeichnet aktuell über 1,1 Millionen Nutzer. Flankiert wird diese Digitalisierung durch eine Ausweitung der Personalressourcen. Nachdem im Jahr 2025 bereits über 400 Neueinstellungen vorgenommen wurden, plant das Unternehmen für das laufende Jahr 2026 mehr als 500 Stellenbesetzungen.
Laut Dr. Mathias Kleuker, Vorstandsvorsitzender der LVM, dienen diese Maßnahmen dazu, dem demografischen Wandel innerhalb der Belegschaft entgegenzuwirken und die Kapazitäten für das wachsende Geschäftsvolumen abzusichern. Kleuker betont, dass die künftigen Investitionen primär in die Digitalisierung und die Nachwuchsförderung fließen sollen.