Kreis Borken

2G Energy AG meldet deutlichen Zuwachs im vierten Quartal 2025

Heek - Der Heeker Hersteller von Blockheizkraftwerken 2G Energy meldet für das vierte Quartal 2025 einen starken Zuwachs bei den Aufträgen. Den Wert beziffert das Unternehmen auf 22,4 Millionen Euro (Vorjahr 9,1 Euro). Vorstand bestätigt daher zugleich die Wachstumsprognose für 2026, die einen Umsatz zwischen 440 und 490 Millionen Euro vorsieht.

Foto: 2G Energy

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Die 2G Energy AG, Hersteller von Kraftwerken und Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen sowie Produzent von Wärmepumpen, kann im vierten Quartal 2025 erhebliche Auftragseingänge insbesondere in Deutschland und Europa verzeichnen, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt.

In Deutschland haben sich die Rahmenbedingungen für Investitionen in Biogas zuletzt weiter verbessert, wie es weiter heißt. Insbesondere durch die Neuausgestaltung attraktiver Fördermechanismen, erleichterte Genehmigungsverfahren und eine stärkere politische Priorisierung flexibler Leistung im Rahmen des sogenannten Biomassepakets. Diese neuen Anreize erhöhten die Planungssicherheit für Betreiber und Investoren und machten Biogasprojekte wirtschaftlich deutlich interessanter. Vor diesem Hintergrund verzeichnet 2G einen spürbaren Anstieg der Auftragseingänge. Der Auftragseingang legt in Deutschland um 145 Prozent auf 22,4 Millionen Euro zu, nach 9,1 Millionen Euro im Vorjahr.

Höhere Investitionsbereitschaft

Auch die Kernmärkte im übrigen Europa waren von einer höheren Investitionsbereitschaft geprägt. 2G akquirierte auf den europäischen Märkten außerhalb der Ukraine insgesamt 7,2 Millionen Euro mehr Aufträge als im Vergleichsquartal 2024. Der Auftragseingang belief sich auf 11,7 Millionen Euro nach 4,5 Millionen Euro im Vorjahr, was einem Zuwachs von 160 Prozent entspricht. Bemerkenswert ist das Segment Kläranlagen, das mit 2,2 Millionen Euro zum Wachstum im übrigen Europa beitrug.

In Nordamerika zeigt sich, dass das Produktportfolio in der Breite auf einen aufnahmebereiten Markt trifft, wie es heißt. Trotz des Auslaufens der steuerlichen Anreize konnten Aufträge nahezu auf Vorjahresniveau vereinnahmt werden. Der Auftragseingang belief sich im vierten Quartal 2025 auf 15,5 Millionen Euro nach 16,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Durch die Einführung des Demand-Response-Produkts erwartet der Vorstand im laufenden Jahr einen weiteren deutlichen Impuls für den nordamerikanischen Markt.

Der bereits früher berichtete erhebliche Nachfrageüberhang infolge des Zubaus zahlreicher Rechenzentren mit teilautonomer Energieversorgung im Inselbetrieb hält an. 2G ist in einer Vielzahl teilweise sehr weit fortgeschrittener Projekte involviert und erwartet weiterhin, im Laufe des ersten Halbjahres 2026 mehrere Großaufträge zu akquirieren. Deren Auslieferung soll noch im laufenden Jahr beginnen und sich über mehrere Jahre erstrecken.

Einführung des ERP-Systems

Die Einführung des ERP-Systems, die im abgelaufenen Geschäftsjahr zu spürbaren Friktionen in zahlreichen Betriebsabläufen geführt hatte, ist technisch abgeschlossen. Nun konzentrieren sich die betroffenen Konzerngesellschaften auf die Hebung von Effizienzpotenzialen. Insbesondere für den Geschäftsbereich Service erwartet der Vorstand spürbare Prozessverbesserungen, die das absehbare Wachstum zusätzlich absichern.

Für das angelaufene Jahr 2026 bestätigt der Vorstand die bekannte Umsatzprognose von 440 bis 490 Millionen Euro sowie eine EBIT-Marge von 9,0 bis 11,0 Prozent. Neben den sich bereits abzeichnenden positiven Effekten aus dem Biomassepaket, den inzwischen konkreter werdenden Rahmenbedingungen für deutsche Gasreservekraftwerke und den geplanten Steigerungen im Bereich der Wärmepumpen sollen auch erste Großaufträge aus dem neuen Geschäftsbereich Data Center diese Prognose unterstützen.

Die jüngste Grundsatzeinigung auf EU-Ebene ermöglicht Ausschreibungen für zwölf Gigawatt steuerbare Leistung bereits ab 2026. Davon müssen zehn Gigawatt mindestens zehn Stunden kontinuierlich Strom liefern können, was insbesondere Gaskraftwerke begünstigt. Die Anlagen sollen bis 2031 in Betrieb gehen und anschließend auf Wasserstoff oder emissionsfreie Technologien umgestellt werden. Die entsprechenden Lösungen von 2G können die geforderten technischen Anforderungen, insbesondere im Hinblick auf Wasserstofffähigkeit und Anlagenverfügbarkeit, bereits heute erfüllen.

Vor diesem Hintergrund zeigt sich der Vorstand optimistisch, die positive Unternehmensentwicklung auch in den Jahren ab 2027 weiter ausbauen zu können, für die bislang noch keine konkrete Prognose veröffentlicht wurde.


 

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