Wallenhorst

Zentrumsentwicklung: Suche nach Investor für das „Herzstück“

Die „Grüne Wiese“ liegt mitten im Wallenhorster Ortskern, nur einen Steinwurf vom Rathaus entfernt. Sie ist nicht bebaut, noch immer nicht. Politische und städtebauliche Gründe haben dazu geführt, dass noch keine finale Umsetzung der Pläne gelang. Die Ziellinie sei jedoch in Sicht, betont Bürgermeister Otto Steinkamp. Denn die Gemeinde ist heute in der glücklichen Lage, als alleiniger Eigentümer über das Grundstück entscheiden zu können.

Mitten im Ortskern liegt seit Jahren eine Grünfläche brach. Jetzt steht allerdings eine konkrete Planung in den Startlöchern. Foto: Carsten Schulte

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Pläne habe es viele gegeben für die Fläche mit rund 14.000 Quadratmetern zwischen Niedersachsenstraße und der Fußgängerzone, doch zu einer Realisierung kam es bisher nicht. Zuletzt konnten sich verschiedene Investoren mit ihren Ideen auf die verfügbaren Grundstücke bewerben. Das Vergabeverfahren startete Anfang 2024, den Zuschlag erhielt die Seka Wohnen GmbH aus Duisburg. Rund 100 Wohneinheiten, Gastronomie und ein Einzelhandelsmix waren geplant. Auch ein Ärztehaus stand auf der Liste. Alles geklärt also? Noch nicht. Denn nur wenige Tage nach der Vergabe musste das Duisburger Unternehmen vorläufig Insolvenz anmelden und das wirbelte den Zeitplan durcheinander. Und nun? „Es gibt nun eine Chance für neue Investoren“, sagt Steinkamp. Die Rahmenbedingungen stehen, jetzt soll die Projektgesellschaft den Plan umsetzen. „Wir sind auf einem ganz guten Weg“, glaubt der Bürgermeister. 

Wohnen im Fokus

Längst auf dem Weg und teilweise abgeschlossen sind Dorfentwicklungspläne in Alt-Wallenhorst und dem Ortsteil Rulle. Seit 2010 wird diese Projekte vom Land Niedersachsen gefördert. So wurde das Umfeld der Alten Kirche in Wallenhorst bereits aufgewertet, während in Rulle öffentliche Maßnahmen wie der neu gestaltete Andachtsplatz, die Klosterstraße oder das Umfeld des Kreisverkehrsplatzes ergänzt werden mit privaten Maßnahmen, wie beispielsweise dem neu gestalteten Kirchplatz oder dem Umfeld des Hauses Maria Frieden.  

Jetzt rückt verstärkt das Thema Wohnen in den Blick. Rund 23.000 Menschen leben derzeit in der Gemeinde und diese Zahl lasse sich nur erhalten, wenn die Bautätigkeit Schritt halte, so Steinkamp. Sowohl in Rulle als auch in Hollage wurden daher neue Baugebiete entwickelt. Gerade im Neubaugebiet „Westlich Stadtweg“ sei noch Platz, aber lediglich in Form von Erbbaugrundstücken. Im Bereich „Im Esch“ ist noch ein weiteres Baugebiet für rund 140 Wohneinheiten geplant, doch hier sind die Planungen noch nicht im Detail bekannt. 

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