Wallenhorst

Bildung: Praxisnahe Einblicke in Berufe

Wer in die Zukunft denkt, muss an Bildung denken. Diesen Auftrag nimmt die Gemeinde Wallenhorst ernst – sie investiert in ihre Kita- und Schullandschaft und engagiert sich für die Berufsorientierung.

Im Bereich der Kita- und Krippenplätze gibt es in Wallenhorst keinen Platzmangel – hier die Kita St. Hildegard. Foto: Gemeinde Wallenhorst

Anzeige

Mit Grundschulen in allen Ortsteilen sowie der Haupt- und Realschule bietet Wallenhorst bereits eine stabile Grundversorgung für Schülerinnen und Schüler. Und wo Lücken sind, kann die Nachbarstadt Osnabrück mit Gymnasien, Fachoberschulen, Fachhochschule und Universität noch mehr Möglichkeiten bieten.  

Die strategisch günstige Lage der Gemeinde führe tatsächlich zu gewissen „Wanderbewegungen“, wie Bürgermeister Otto Steinkamp beobachtet. „Schon so mancher Akademiker kehrte nach Wallenhorst zurück, um hier ins Arbeitsleben zu starten.“  

„Grünes Klassenzimmer“

Nähe zum Oberzentrum hin oder her: In Wallenhorst wird investiert. Im Bereich der Kita- und Krippenplätze gibt es keinen Platzmangel. An allen Grundschulen kann der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung erfüllt werden. Zuletzt wurde die Mensa der Erich-Kästner-Schule in Hollage barrierefrei erweitert und damit Platz für 120 Schülerinnen und Schüler geschaffen – deutlich mehr als bisher. An der Realschule Wallenhorst entstand 2024 ein „Grünes Klassenzimmer“, in dem Unterricht im Freien möglich wird. Beim Bau von Bänken und Tischen waren die Schüler selbst beteiligt. Zugleich wurde an der Realschule auch das Schülerforschungszentrum (SFZ) eröffnet. Hier handelt es sich um ein wöchentliches Angebot, das sich an Jugendliche ab etwa zwölf Jahren richtet. Sie erforschen dabei eigenständig Themen und Projekte beispielsweise aus den Bereichen Programmieren, 3D-Druck oder Robotik. Dabei werden sie von Markus Holznagel begleitet, der als Informatik- und Techniklehrer an der Realschule Wallenhorst tätig ist. Das SFZ wird mit der Hochschule und den Berufsbildenden Schulen Osnabrück betrieben und wirbt mit seinen Kontakten in die lokale Wirtschaft – und zahlt damit auf das Thema Nachwuchsgewinnung ein.  

Berufsorientierungsparcours alle zwei Jahre

Das gilt erst recht für den Berufsorientierungsparcours, kurz BOP, der alle zwei Jahre stattfindet. Für Februar 2026 ist die nächste Auflage geplant. Der BOP soll keine klassische Ausbildungsmesse sein, sondern versteht sich als praxisnahe Veranstaltung, in der sich Jugendliche ganz konkret in verschiedenen Berufen ausprobieren können. Authentische Einblicke in Handwerk oder Dienstleistungen – das ist das Ziel. Für den nächsten BOP werden rund 400 junge Menschen erwartet. Auch ein Grund, warum die Gemeinde Veranstaltungen wie diese gerne jährlich anbieten würde. Im Mai 2025 gab es den ersten Test für den „Tag der Ausbildung“, der genau das ermöglichen soll. Die Idee: Einen Vormittag lang sollten Schüler Unternehmen vor Ort besuchen und im direkten Kontakt erleben, welche Möglichkeiten sich dort bieten. Rund 90 Jugendliche nutzten die Chance, bei über 30 Unternehmen vorbeizuschauen. „Für den Tag der Ausbildung haben sich viele Akteure in Wallenhorst gemeinsam stark gemacht. Daher ist es schön zu sehen, dass das Angebot auch seitens der Schülerinnen und Schüler so gut angenommen wurde“, so Steinkamp. 

Artikel teilen