Die Gewerbeareale in Wallenhorst liegen auf einem breiten Streifen westlich der B 68 und beiderseits der Hansastraße. Hier konzentriert sich die Ansiedlung von Unternehmen. „Die Nachfrage nach Flächen dort ist groß“, bestätigt Tiedemann das Interesse. Das gilt vor allem für die Flächen rund um den Schwarzen See, ein rund 28 Hektar großes Areal für Gewerbe und Industrie. Zuletzt eröffnete dort die Awigo Abfallwirtschaft Landkreis Osnabrück einen neuen Recyclinghof. Mit über 25.000 Quadratmetern Fläche handelt es sich hier nach Angaben des Unternehmens um den größten und gleichzeitig modernsten Recyclinghof des Entsorgungsunternehmens für den Landkreis Osnabrück.
Aktuell stecke die Gemeinde in vielen Gesprächen mit weiteren potenziellen Käufern. Sechs freie Grundstücke zwischen rund 3.000 Quadratmeter und fast 39.000 Quadratmetern stehen rund um den See derzeit noch zur Verfügung, so Tiedemann.
Auf passenden Branchenmix achten
Teilweise gebe es Einschränkungen, beispielsweise durch eine Windkraftanlage im nördlichen Bereich. Besondere Vergabekriterien gibt es dagegen in Wallenhorst nicht. „Das würde zu sehr einengen“, sagt Tiedemann. Allerdings liege das Interesse der Gemeinde in der Ansiedlung von potenziell gewerbesteuerstarken Unternehmen und der Schaffung möglichst vieler Arbeitsplätze. Technologieunternehmen sind gefragt, auf den passenden Gewerbemix und die Vermeidung von Nutzungskonflikten wolle man achten – und natürlich behalte die Gemeinde auch die bereits ansässigen Unternehmen im Blick, wie Tiedemann betont. In Wallenhorst geht man davon aus, dass mittelfristig alle aktuell verfügbaren Flächen vergeben werden. Unter Zeitdruck sei man dabei glücklicherweise nicht, aber natürlich sei der Wunsch da, die Flächen in absehbarer Zeit für Unternehmen bereitzustellen. Innerhalb von zwei bis drei Jahren müssten Käufer die Grundstücke dann auch bebauen.
Erweiterung Richtung Westen geplant
Auf die weiter stabile Nachfrage hat Wallenhorst längst reagiert. Im September 2025 beschloss der Rat die Aufstellung eines Bebauungsplans für eine Erweiterung – vom Schwarzen See weiter in Richtung Westen bis zur Penter Straße. Der Planbereich liegt nördlich des Gewerbegebietes des Ortsteils Hollage bis zur Stadtgrenze von Bramsche.
Rund 35 Hektar Fläche könnten bei positiver Prüfung und Flächenverfügbarkeit perspektivisch noch entwickelt werden. „Die ersten Anbahnungsgespräche mit den Grundstückseigentümern werden gerade vorbereitet“, erklärt Tiedemann. Das ganze Projekt stecke also noch in einem sehr frühen Stadium, betont er.