Schott hat Geografie sowie Stadt- und Regionalentwicklung studiert und war zuletzt Centermanagerin des Rathauscenters in der Stadt Monheim am Rhein. Ritter betreibt als zweites Standbein ein Existenzgründungsbüro in Münster. „Neuen fachlichen Input“ erwarte Drensteinfurt vom noch neuen Duo, sagt Schott. Damit das möglichst reibungs- und nahtlos geschehen kann, ist die Wirtschaftsförderung als Stabsstelle dem Bürgermeister zugeordnet. „Wir pflegen aber Schnittstellen zu allen Bereichen des Rathauses“, betont Schott.
Tagestourismus fördern
Drei große Themenfelder sollen Ritter und sie bearbeiten: Neben der klassischen Wirtschaftsförderung auch Stadtmarketing und Tourismus. „Unser Aufgabenkatalog umfasst zwei DIN A4-Seiten“, sagt Schott mit einem Schmunzeln. Schwerpunktsetzung ist also gefragt – und zwar über alle drei Bereiche hinweg. „Schließlich sehen wir auch im Bereich Tourismus noch viel Potenzial.“ Tagestourismus fördern, die touristische Infrastruktur verbessern und bereits vorhandene Angebote besser sichtbar machen – das sind einige der relevanten Aufgaben.
Vorerst geht es darum, Kontakt zu Unternehmen aufzubauen oder alte Kontakte zu reaktivieren. „Dazu planen wir ab Herbst bis Anfang 2026 eine Unternehmensbefragung, um erst einmal zu hören, was die Themen sind.“ Das Erkennen der größten Herausforderungen soll eine gezieltere Unterstützung ermöglichen. „Und das nicht nur in der Innenstadt, sondern eben auch in den Gewerbegebieten und im gesamten Stadtgebiet Drensteinfurt.“ Das alles werde viel Zeit kosten, ahnt Schott. „Doch es ist für uns extrem wichtig, um später passgenau arbeiten zu können. Wenn wir nur vom Rathaus aus denken, schießen wir am Ziel vorbei.“
Geplant ist auch eine Neuauflage des Unternehmerfrühstücks. Hier wollen Ritter und Schott eng mit der Interessengemeinschaft Werbung für Drensteinfurt (IGW) zusammenarbeiten. Näher ran will die Wirtschaftsförderung aber auch selbst an die Unternehmen. „Wenn wir die Befragung abgeschlossen haben, wollen wir auch gezielt die Unternehmen ansteuern. Nicht nur zu telefonieren, sondern auch vor Ort zu sehen, wie es den Unternehmen geht, ist wichtig für uns.“
Im ersten halben Jahr hatten sich Ritter und Schott viel mit dem Umbau der Wagenfeldstraße beschäftigt, wie Schott selbst sagt. „Jetzt wollen wir uns auch konzeptionell aufstellen und Ideen für die kommenden Jahre entwickeln.“ Erste Ideen und Vorschläge bestehen bereits und werden Ende des Jahres in die Haushaltsgespräche mit dem neuen Bürgermeister einfließen. “