In Deutschland ist das Unternehmen mit zwei Standorten vertreten: Dülmen und Egelsbach. Am Standort Dülmen entstehen durch die Expertise und Erfahrung von über 160 Mitarbeitenden Maschinenlinien, die Vliesstoffe für Feuchttücher, Hygieneprodukte, Filtermedien oder Kunstledersubstrat herstellen.
Dabei sind am Standort Dülmen sämtliche zentrale Unternehmensfunktionen angesiedelt: von der Forschung und Entwicklung über die Konstruktion, Montage, Qualitätssicherung, den Einkauf und das Controlling bis hin zu Service, Innen- und Außendienst. Zudem ist das Unternehmen international vernetzt und arbeitet eng mit Schwesterfirmen in den USA, Indien und China zusammen. Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil der Entwicklung: Ressourcenschonender Materialeinsatz, energieeffiziente Prozesse und digitale Werkzeuge wie das Assistenzsystem T-ONE optimieren Qualität, Energieverbrauch und Materialeffizienz.
Durch gezielte Investitionen in moderne Fertigungsbereiche und ergonomisch optimierte Arbeitsplätze stärkt Trützschler Nonwovens seine Position als einer der größten industriellen Arbeitgeber in der Region und verlässlicher Partner für den Wirtschaftsstandort Dülmen.
„Die Auszeichnung hilft dabei, uns selbst zu hinterfragen“, sagt Martin Welscheit. „Man wird ja irgendwann ein bisschen betriebsblind.“ Der Fragenbogen, der Grundlage der Jury-Entscheidung ist, helfe daher, zu prüfen, ob man noch auf dem richtigen Kurs sei. Dass man sich mit dem Preis als Unternehmen auch ein bisschen abheben kann in der Branche, sei natürlich auch ein Faktor, wie er gerne zugibt.
Ausgezeichnet wurde Welscheit in seiner Betriebsgröße für „weiche“ Faktoren wie Unternehmenskultur, Arbeitsklima und damit allgemein die Mitarbeiterzufriedenheit, aber auch für messbare Faktoren wie Gehälter, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten oder sichere Arbeitsplätze.
Regelmäßige Fahrsicherheitstrainings
In allen Bereichen punktete das Drensteinfurter Unternehmen. „Und zwar aus Überzeugung“, wie Welscheit betont. Teilnehmen um der Teilnahme willen käme nicht infrage für den Unternehmer. Marketing-Leiter Thomas Pusch sagt: „Bei der Bewerbung haben wir gemerkt, dass wir schon viel tun. Das wird nach außen gar nicht so sichtbar, aber es hilft unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“ Beispiele: Ein rückenschonendes Exoskelett unterstützt bei Transport und Montage schwerer Bauteile, es gibt ergonomische Arbeitsplätze, Homeoffice-Lösungen, aber auch Angebote wie Dienstrad oder Ladesäulen für E-Mobilität. Welscheit ergänzt: „Und wir schicken unsere Außendienstmitarbeiter regelmäßig zu ADAC-Sicherheitstrainings, das ist immer eine Art Team-Event.“ Welscheit beteiligt sich auch an einem – derzeit nicht mehr aktiven – Austauschprogramm der IHK, über das Auszubildende für einige Wochen im Ausland leben und arbeiten können. „Wir hoffen, dass das wieder aufgenommen wird.“ Mehr ginge immer, sagt Welscheit. „Aber da reden wir über die letzten zehn Prozent.“