Drensteinfurt

Innenstadtentwicklung | Neue Impulse fürs Zentrum

Seit zehn Jahren ist Drensteinfurt dabei, die Innenstadtentwicklung strukturiert voranzutreiben. Grundlage aller Planungen ist das sogenannte Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK). Eine der ersten Maßnahmen war im Jahr 2018 die Umgestaltung des Markplatzes. Dass Veränderung aber auch Herausforderung bedeutet, wurde zuletzt im Fall der Wagenfeldstraße deutlich. Die geplanten Veränderungen wurden in einem Ratsbürgerentscheid mehrheitlich abgelehnt.

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Dabei schien der politische Wille eigentlich zunächst unkritisch: mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität, mehr Plätze. Doch weil eben auch bestehende Parkplätze wegfallen sollten, befürchteten die Einzelhändler Umsatzeinbußen. Vielleicht sei es der Stadt lange nur bedingt gelungen, die Ideen des Planungsbüros nachhaltig zu vermitteln, wie Wirtschaftsförderin Katja Schott formuliert.  

Experiment Stadt-Terrassen

Wie eine mögliche Veränderung der Wagenfeldstraße aussehen könnte, sollte das Experiment Stadt-Terrassen zeigen. Dabei wurden Sitzmöbel vom Zukunftsnetz Mobilität NRW zur Verfügung gestellt. Auch wenn die Bürgerinnen und Bürger sich nun gegen die Umgestaltung entschieden haben, hätten die Rückmeldungen aus der Evaluation, die acht Wochen im Zusammenhang mit dem Experiment Stadt-Terrassen lief, wertvolle Erkenntnisse für die Innenstadtentwicklung geliefert, wie Schott sagt.  

Der Fokus richtet sich jetzt auf andere Themen. Während die Versorgung mit Lebensmittelmärkten sowohl in der Stadt selbst als auch in den Ortsteilen Rinkerode und Walstedde gut ausfalle, gebe es einen Bedarf nach mehr Drogerieartikeln. Das soll sich in Kürze ändern, denn der Filialist Rossmann plant in Bahnhofsnähe die Eröffnung eines neuen Standorts in Drensteinfurt. Die Baugenehmigung liegt vor. Wann genau der Umbau der alten Werkshallen beendet ist und Rossmann eröffnet, ist noch offen.  „Aber wir freuen uns, Ende 2025 oder Anfang 2026 wieder einen Drogeriemarkt in der Stadt zu haben”, so Schott. 

Ziel: mehr Gastronomie

Der Blick geht indes noch weiter voraus. Das Thema Gastronomie soll auf die Tagesordnung. Derzeit ist das Innenstadt-Angebot nach dem Aus für „Andrés Auszeit“ ausgedünnt. Schotts Blick richtet sich daher auf zwei neue Immobilien in Marktplatz-Nähe, in denen auch Gewerbe oder Gastronomie möglich sein soll. „Wir stehen im Austausch mit den Eigentümern und unterstützen sie bei der Suche nach Pächtern.“ Die Räumlichkeiten von „Andrés Auszeit“ wurden inzwischen neu verpachtet. Der bereits ortansässige Italiener „Valenio“ zieht um und vergrößert sich damit.      

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