Die ersten beiden Abschnitte südlich der A 33 sind bereits beplant und es stehen noch Grundstücke zur Verfügung. Damit es in Dissen aTW neue Gewerbeflächen geben kann, müssen für den dritten Bauabschnitt zunächst neue Grundlagen geschaffen werden. Dazu gehören verschiedene Gutachten und Prüfungen der potenziellen Flächen an der A 33, unter anderem im Bereich Natur- und Artenschutz; und ein Bebauungsplan muss ebenfalls noch aufgestellt werden. Nach der Sommerpause soll das Thema innerhalb der Verwaltung weiter vorbereitet werden, damit der neue Rat nach der Kommunalwahl zügig über die nächsten Schritte entscheiden kann. „Solche Entwicklungen brauchen Vorlauf. Wir müssen frühzeitig prüfen, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, damit wir handlungsfähig bleiben“, erklärt Eugen Görlitz, Bürgermeister der Stadt Dissen aTW. Die Lage südlich der A 33 mache das Gebiet vor allem für Unternehmen mit viel Lieferverkehr interessant.
Während Logistikunternehmen in Dissen aTW bereits stark vertreten sind, möchte die Stadt künftig gezielt auch andere Branchen ansprechen. „Wir wünschen uns vor allem produzierendes Gewerbe, Technologie-Unternehmen und Industriearbeitsplätze“, betont Görlitz. Schon zuletzt haben sich in Dissen aTW einige Unternehmen aus verschiedenen Bereichen angesiedelt. „Der Branchenmix macht den Standort resilient“, betont der Bürgermeister. Zu den jüngsten Ansiedlungen gehören unter anderem Claas E-Systems, HausHubert Hausmeisterservice mit einer neuen Halle, MS Haustechnik mit einem Neubau sowie SVT Brandschutz als Neuansiedlung. Auch die Eismanufaktur Gelato aus Hilter aTW plant den Schritt nach Dissen aTW.
Ein Beispiel für nachhaltige Flächenentwicklung ist die Revitalisierung der ehemaligen Kühl- und Logistikhalle am Westring. Die lange Zeit ungenutzte Brachfläche wurde von einem Investor aus Hamburg übernommen und modernisiert. Sie steht Unternehmen jetzt zur Miete zur Verfügung. „Nicht nur neue Gewerbegebiete, sondern auch die Reaktivierung bestehender Flächen spielen eine wichtige Rolle für die Standortentwicklung“, betont Görlitz.
Erstellt von Anja Wittenberg