Fünf Grundschulen, eine Real-, eine Gesamtschule und ein Gymnasium gibt es in Greven, damit ist die Stadt im Bildungsbereich breit aufgestellt. Drei der fünf Grundschulen wurden bereits vor längerer Zeit und in Erwartung einer ausgeweiteten Ganztagsbetreuung umgebaut oder erweitert. In der Grundschule St. Josef wird die Mensa ausgebaut sowie weitere Räume für den Offenen Ganztag (OGS) hergerichtet.
Greven setzt beim Offenen Ganztag grundsätzlich auf eine flexible Nutzung von Räumen, das „Tandem-Modell“. Bei drei nebeneinanderliegenden Räumen werden nur die äußeren als Unterrichtsraum genutzt, der mittlere Raum dagegen hälftig von beiden Klassen als Raum für Differenzierung oder OGS genutzt. Dieses System bilde die Bedürfnisse der Kinder und die Anforderungen der Schulen am besten ab, so Tenhaken.
Umbau am Gymnasium Augustinianum
Auch bei der fünften Grundschule, der Martin-Luther-Grundschule im Stadtkern, laufen die Planungen, um sie zukunftsfähig aufzustellen.
Aufwändig ist ein Umbau am Gymnasium Augustinianum. Hier wird perspektivisch der alte Gebäudetrakt „West 1“ abgerissen und neu errichtet – mit optimierten Raumzuschnitten. Ein Projekt, das mit rund 21 Millionen Euro zu Buche schlägt, die notwendigen Beschlüsse sind jedoch bereits getroffen. Dazu gehört noch ein weiteres großes Projekt: Mit dem Ausbau der Schulen wächst auch der Bedarf an Sportflächen. Die Stadt Greven setzt dabei auf einen starken Synergie-Effekt: Gemeinsam mit dem Sportverein Greven entsteht ein Sportpark Emsaue. Der Sportverein tritt dabei als Bauherr auf, die Stadt mietet später Sport- und Hallenflächen für Gymnasium und Martin-Luther-Grundschule. Das Projekt steht bereits in den Startlöchern, bis zur Fertigstellung wird allerdings noch etwas Zeit vergehen.
Da ist die Nelson-Mandela-Gesamtschule (NMG) schon weiter: Seit 2012 existiert die Gesamtschule am Standort Marienschulzentrum und hat sich seitdem gut entwickelt. Die für die Entwicklung der Schule erforderlichen Baumaßnahmen konnten bereits erfolgreich abgeschlossen werden. „Die NMG ist damit für ihre Aufgaben gut gerüstet”, betont Tenhaken.
Weil der große Sanierungsstau in Greven nicht mehr existiert, geht der Blick schon voraus: Fassadensanierungen, Überarbeitungen von Schulhöfen, Barrierefreiheit – das sind die etwas kleinteiligeren Schritte, die man jetzt in Greven noch angehen will.
Carsten Schulte