Greven

Gewerbeflächenentwicklung: Fokus auf den Nordosten

Gewerbeflächenentwicklung hat oft etwas von einer Trüffelsuche im eigenen Garten. Man muss schon genau hinschauen, wo man im bestens bekannten Terrain noch etwas findet. Das geht der Stadt Greven auch so – die weiß aber immerhin, welcher „Garten“ es sein soll. Eigentlich sind es sogar zwei solcher Flächen, die derzeit im Fokus stehen. Die Gutenbergstraße im Westen der Stadt zwischen Bahnlinie und Ems sowie eine Fläche noch etwas weiter nordwestlich.

An der Gutenbergstraße wird das bestehende Gewerbeareal erweitert. Foto: Stadt Greven

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Im Ortsteil Reckenfeld, etwas nordwestlich von Greven gelegen, gehen die Gewerbeflächen der Stadt in die der benachbarten Stadt Emsdetten ineinander über. Und ein kleines Fleckchen in der Nähe der Freilichtbühne hat Greven für sich in den Fokus genommen. Wo heute noch Ackerfläche und Wiese dominieren, könnte perspektivisch ein Lückenschluss möglich sein. In jedem Fall ist die Stadt dabei, passende Grundstücke zu erwerben.  

Deutlich konkreter ist die Lage an der Gutenbergstraße. Auf der westlich der Ems gelegenen Stadtseite existiert bereits ein Gewerbegebiet. Eine letzte Fläche im nördlichen Bereich wurde erschlossen und befindet sich aktuell in der Vermarktung. Rund 25.000 Quadratmeter stehen zur Verfügung, zwölf bis 15 Bauplätze zwischen 1.000 und 4.000 Quadratmeter sind dort möglich, sagt Bernd Büdding von der Gesellschaft zur Entwicklung und Förderung der Wirtschaft in der Stadt Greven. Wegen der Stadtnähe gelten allerdings besondere ökologische Auflagen. „Das ist sicher eine Herausforderung in der Vermarktung“, gibt Büdding zu. Gespräche laufen bereits und im Idealfall könnten erste Baumaßnahmen in 2026 starten, wobei Grevener Unternehmen einen Bestands-Bonus besitzen, Neuansiedlungen aber grundsätzlich möglich sind, wie Büdding formuliert. 

In Greven gilt, was eigentlich überall gilt: Gewerbe- und Industrieflächen sind ein rares Gut. „Der Markt hat sich verschärft und unsere Herausforderung ist es, viele Interessen übereinander zu bringen.“ Dazu gehört im Tagesgeschäft, einer gewissen Fluktuation Rechnung zu tragen und den Platz bestmöglich zu vergeben.

Mix aus vielen Unternehmen

Gut gelungen sei das beispielsweise im Bereich der Mergenthalerstraße. Wer Greven östlich über die Bundesstraße 481 umfährt, kann dort einen Mix aus vielen Unternehmen sehen. „Ein schönes, modernes Areal“, sagt Büdding. Und nicht zufällig auch ein Ort, an dem sich eine sehr aktive Unternehmerschaft auch Besuchern öffnet. Die „Nacht der Betriebe“ ist beispielsweise ein Angebot, an dem sich besonders viele Unternehmen aus diesem Bereich beteiligen.  

Besonders ist auch der Airportpark FMO, der münsterlandweit als interkommunales Gewerbegebiet am Flughafen Münster/Osnabrück herausragt. Das Areal hat in den vergangenen Jahren nach einem etwas stockendem Start viele Unternehmen angezogen und ist zum großen Teil vermarktet. „Ein spannendes Konstrukt“, wie Büdding wertet. Allerdings auch eines, an dem Greven als einer von mehreren Gesellschaftern nur anteilig partizipiert. „Dennoch zahlt das auf den Standort Greven ein und ist damit ein wichtiger Faktor.“  

Carsten Schulte

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