Kreis Borken

Shopware Händler-Jahresumfrage 2026: robuste Stimmung

Schöppingen – Der Onlinehandel zeigt sich zuversichtlich und widerstandsfähig. Zu diesem Ergebnis kommt die Händler-Jahresumfrage des Ecommerce-Plattformanbieters Shopware aus Schöppingen, an der 360 Online- und Omnichannel-Händler aus Deutschland teilgenommen haben. Die Umfrage wurde im Februar und März 2026 vor bis unmittelbar nach dem Ausbruch des Nahostkonflikts durchgeführt.

Der Onlinehandel bewertet die aktuelle Marktsituation mehrheitlich als stabil und blickt mit Optimismus nach vorn. Zu diesem Ergebnis kommt die Händler-Jahresumfrage des Ecommerce-Plattformanbieters Shopware aus Schöppingen. Grafik: Shopware

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Die Mehrheit der Befragten bewertet demnach ihre aktuelle Situation als stabil und blickt mit Optimismus nach vorn. Jeder zweite Händler rechnet für 2026 mit steigenden Umsätzen. Zugleich gewinnt Künstliche Intelligenz (KI) weiter an Bedeutung: Rund die Hälfte der Händler sieht KI bereits als wichtigen Effizienzfaktor, knapp zehn Prozent verzeichnen damit schon messbare Umsatzimpulse. 

46 Prozent der Händler stufen ihre aktuelle Geschäftslage als „gut“ oder „sehr gut“ ein. Weitere 32 Prozent bewerten sie als neutral. Damit sehen über drei Viertel der Unternehmen ihre Situation zumindest stabil. Nur 22 Prozent sprechen von einer schlechten oder sehr schlechten Lage.  

Mehrheit der Händler erwartet Wachstum  

Auch beim Blick auf das laufende Geschäftsjahr überwiegt Zuversicht. 51 Prozent der Befragten rechnen mit steigenden Umsätzen, davon erwarten elf Prozent sogar ein starkes Wachstum von über zehn Prozent. Weitere 25 Prozent gehen von gleichbleibenden Umsätzen aus. Demgegenüber stehen 26 Prozent, die mit Umsatzeinbußen kalkulieren. Unterm Strich rechnen somit rund drei Viertel der Händler mindestens mit Stabilität.  

Investitionen in KI und Digitalisierung 

Dennoch geben die Händler auch Belastungsfaktoren an, die sie aktuell vor Herausforderungen stellen. An Position eins wird mit 60 Prozent das schwache Konsumklima als zentrale Herausforderung genannt, danach die steigenden Kosten etwa für Energie, Mieten, Marketing oder Logistik mit 54 Prozent und mit etwas Abstand die hohe Regulierung bzw. Bürokratie mit 38 Prozent. 

Gleichzeitig zeigt sich jedoch eine klare Investitionsbereitschaft: 47 Prozent der befragten Händler planen Investitionen in Digitalisierung und IT, insgesamt 44 Prozent in KI sowie 41 Prozent in Automatisierung. Nur 25 Prozent geben an, 2026 keine Investitionen zu planen.  

Auch im Personalbereich dominiert Kontinuität: 68 Prozent halten ihre Beschäftigtenzahl im laufenden Jahr konstant, 15 Prozent beabsichtigen zusätzlich Mitarbeitende einzustellen.  
Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend vom Experimentierfeld zum operativen Instrument. Für neun Prozent der Händler ist KI bereits ein messbarer Umsatztreiber. 43 Prozent sehen sie als wichtigen Effizienzfaktor, auch wenn sich der direkte Umsatzbeitrag noch nicht eindeutig beziffern lässt. Weitere 22 Prozent befinden sich in Planung oder Pilotprojekten. Insgesamt beschäftigen sich damit mehr als 70 Prozent der befragten Unternehmen aktiv mit dem Thema KI. 

Standort Deutschland: differenziert, aber stabil 

Die Bewertung des Standorts Deutschland fällt gemischt aus. 31 Prozent bewerten ihn als gut oder sehr gut, 40 Prozent als neutral. Damit sind rund 70 Prozent der befragten deutschen Händler zumindest zufrieden mit dem Standort Deutschland. Dementsprechend plant die Mehrheit für 2026 keine Standortveränderungen (67 Prozent). Ein weiteres Indiz für Stabilität und langfristige Perspektiven: Sechs Prozent erwägen eine Erweiterung ihres Standortes bzw. Filialnetzes, 14 Prozent planen verstärkte Auslandsaktivitäten. 

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