Mit diesen finanziellen Mitteln stoßen Kommunen und Projekte im Münsterland wichtige Entwicklungen an – von Klimaschutz über moderne Mobilität bis hin zu mehr Lebensqualität vor Ort“, sagt Regierungspräsident Andreas Bothe. „Durch innovative Lösungen und die enge Zusammenarbeit in der Region investieren wir gemeinsam nachhaltig in die Zukunft unserer Städte und Gemeinden.“
Folgende neun Projekte stärken Klimaschutz, Wirtschaft, Forschung und Mobilität in der Region:
„Zukunft Unternehmensnachfolge Münsterland“ (ZUM) – Verbundvorhaben
Das Projekt „Zukunft Unternehmensnachfolge Münsterland“ hilft kleinen und mittleren Unternehmen in der Region, Unternehmensnachfolge frühzeitig zu planen und erfolgreich umzusetzen. Angesichts des wachsenden Nachfolgebedarfs ermutigt das Projekt insbesondere die derzeitigen Firmeninhaber, ihr Unternehmen rechtzeitig zukunftsfähig zu gestalten und für Nachfolger attraktiv zu halten.
Münsterland e.V., die FH Münster, Wirtschafts- und Handwerkskammern sowie die regionalen Wirtschaftsförderungen Borken, Steinfurt, Coesfeld und Warendorf unterstützen die Umsetzung. Die Projektpartner erhalten zusammen eine Förderung von rund 1,1 Millionen Euro.
Kernstück bildet eine Onlineplattform mit einem Selbstevaluationstool: Es zeigt, wie übergabebereit ein Betrieb ist, und empfiehlt konkrete nächste Schritte. Dabei rücken Themen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Innovationsmanagement und Unternehmenskultur in den Fokus. Zusätzlich bietet das Projekt Workshops und Erklärvideos an.
„NRW-DiRecLab“ – Verbundvorhaben
Das Projekt „NRW-DiRecLab“ richtet in Münster und Aachen eine flexible Forschungsinfrastruktur ein, um neue Recyclingverfahren für Elektrodenreste aus der Batteriezellproduktion zu entwickeln und zu testen. Den Aufbau und Betrieb des Recyclinglabors gestalten die Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB) in Münster und der Production Engineering of E-Mobility Compo-nents (PEM) der RWTH Aachen gemeinsam. Das Verbundprojekt erhält eine Förderung von knapp 4,3 Millionen Euro. Ziel ist es, hochwertige Materialien zurückzugewinnen und direkt in die Zellfertigung einzubringen. So entstehen geschlossene Materialkreisläufe, und die Batteriezellproduktion in NRW wird nachhaltiger und unabhängiger von globalen Lieferketten.
„ZiBi - Zirkuläre Bioökonomie Münsterland“ – Verbundvorhaben
„ZiBi – Zirkuläre Bioökonomie Münsterland“ stärkt regionale Wertschöpfungsketten, indem es biogene Reststoffe aus Landwirtschaft, Industrie und Lebensmittelverarbeitung nachhaltiger nutzt und hochwertig verwertet. Für das Projekt erhalten die FH Münster und der Münsterland e.V. eine Förderung von rund 1,9 Millionen Euro. Kern des Projekts ist eine digitale Plattform, die Stoffströme, Qualitäten und Nutzungsmöglichkeiten miteinander verknüpft und Unternehmen so neue Chancen in der Bioökonomie aufzeigt.
„Klimaanpassung auf regionaler Ebene - Tinkhofstraße/Velsenstraße“ – Stadt Waltrop
Mit gezielten Maßnahmen soll der Bereich Tinkhofstraße/Velsenstraße in Waltrop künftig besser gegen Überflutungen durch Starkregen geschützt werden. Dafür erhält die Stadt Waltrop eine Förderung in Höhe von rund 4,8 Millionen Euro.
Maßnahmen wie Mulden, Rückhalteflächen, barrierefreie Wasserwege und Leitdämme schützen besonders gefährdete Einrichtungen und angrenzende Wohngebiete künftig besser vor Starkregen. Damit sinkt das Überflutungsrisiko und die Stadt wird widerstandsfähiger gegen extreme Wetterlagen.
„Energetische Sanierung der Doppelturnhalle der AFG Havixbeck“ – Gemeinde Havixbeck
Die Gemeinde Havixbeck saniert die Doppelturnhalle der Anne-Frank-Gesamtschule umfassend und energieeffizient.
Für die Umsetzung erhält die Gemeinde Havixbeck eine Förderung von rund 3,8 Millionen Euro. Durch die Modernisierung von Gebäudehülle und Technik sinkt der Energieverbrauch spürbar, und Schulen sowie Vereine profitieren von einem besseren Raumklima und höherer Nutzungsqualität.
„Umbau des Bahnhofs Bocholt zu einer Mobilstation“ – Stadt Bocholt
Der Bocholter Bahnhof soll zu einer modernen Mobilstation umgebaut werden. Dafür erhält die Stadt Bocholt eine Förderung in Höhe von 3,2 Millionen Euro. Im Vordergrund steht dabei Barrierefreiheit herzustellen, damit die Mobilstation von allen Personen genutzt werden kann. Außerdem soll die Verknüpfung zwischen Bus, Bahn, Rad- und Fußverkehr, verbessert werden.
Im Zuge des Umbaus werden die Kapazitäten für den Busverkehr erweitert und neue Aufenthaltsbereiche mit Begrünung entstehen, um die Mobilstation insgesamt aufzuwerten.
„Umbau des Knotenpunkts Innenstadtring/Bahnhof zur Verbesserung der Verkehrssicherheit“ – Stadt Bocholt
Mit dem Umbau des Knotenpunkts am Innenstadtring und Bahnhof setzt die Stadt Bocholt gezielt auf mehr Verkehrssicherheit im Innenstadtbereich. Für das Projekt erhält die Stadt Bocholt eine Förderung von rund 706.000 Euro.
Im Fokus steht die Verbesserung der Bedingungen für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende, indem der Verkehrsraum neu aufgeteilt und für den Fuß- und Radverkehr mehr Raum geschaffen wird. Dafür werden Fahrspuren für den Kfz-Verkehr reduziert.
„Energetische Sanierung einer 2-Feldsporthalle“ – Stadt Warendorf
Die Stadt Warendorf modernisiert ihre 2-Feldsporthalle mit Blick auf Energieeffizienz und Klimaschutz. Rund 3 Millionen Euro Förderung aus Mitteln des Landes und der EU fließen in neue Fassaden, Fenster, Dach, zusätzliche Dämmung, LED-Beleuchtung, Lüftungsanlage und die Anbindung an das Fernwärmenetz. So sinken Energieverbrauch und Emissionen, während sich die Bedingungen für den Schul- und Vereinssport deutlich verbessern.
Street-Flow-Skateanlage – Gemeinde Nottuln
In Nottuln entsteht am Waldspielplatz an der Kolpingstraße eine neue Street-Flow-Skateanlage. Das Projekt geht auf den Wunsch von Jugendlichen zurück, die sich im