Die 2G Energy AG, einer der international führenden Hersteller von nachhaltigen Kraftwerken, Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK)-Anlagen und Wärmepumpen, verbucht im ablaufenden zweiten Quartal 2026 den mit großem Abstand höchsten Auftragseingang der gesamten Unternehmensgeschichte. Der Auftragseingang in der ersten Jahreshälfte beläuft sich damit auf über 400 Mio. Euro. Zum Vergleich: Der Umsatz mit Neuanlagen im gesamten Jahr 2025 lag bei 229,1 Mio. Euro. Der Vorstand erwartet für das Gesamtjahr 2026 eine book-to-bill-Ratio von 2,5 oder mehr.
Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist das US-Geschäft: Im Mai wurde eine bestehende Reservierung zur Lieferung von dezentralen Gaskraftwerken zur netzunabhängigen Stromversorgung von Rechenzentren in den USA in einen festen Auftrag mit einem Volumen von über 100 Mio. Euro umgewandelt. Über diese Ad-hoc-Meldung vom 26. Mai 2026 hinaus konnten weitere Aufträge im US-Rechenzentren-Bereich akquiriert werden, die sich in Summe ebenfalls im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich bewegen. Neben dem US-Markt entwickeln sich auch die traditionellen Märkte positiv. In Deutschland verzeichnet das Unternehmen einen erheblichen Nachfrageschub, insbesondere durch die Biogas-Flexibilisierung. „Wir erwarten sowohl für den US-Markt wie auch für die europäischen Märkte eher noch eine Beschleunigung in der Nachfrage, sowohl bei Kraftwerken mit und ohne Wärmeauskopplung wie auch bei Wärmepumpen“, erklärt CEO Pablo Hofelich. Auch außerhalb dieser Regionen wurden neue Segmente erschlossen, darunter Aufträge aus der Bergbauindustrie im mittleren zweistelligen Megawatt-Bereich.
Rückblick auf das Geschäftsjahr 2025 und das erste Quartal 2026
Das Geschäftsjahr 2025 schloss 2G mit einer Steigerung der Gesamtleistung um 12,1 Prozent auf 409,2 Mio. Euro (Vorjahr: 364,8 Mio. Euro) ab. Das Umsatzwachstum setzte sich vor allem im Maschinenbereich auf 229,1 Mio. Euro fort (+11 Prozent). Das Inlandsgeschäft im Maschinenbereich ging vorübergehend um 6 Prozent auf 91,5 Mio. Euro zurück, was auf Unklarheiten im Gesetzgebungsverfahren zum Flexibilisierungsprogramm der Bundesregierung im Biogas-Segment zurückzuführen war. Nach der im Oktober 2025 erfolgten Genehmigung des „Biomasse-Pakets“ durch die EU zeigt dieser Markt jedoch wieder eine positive Tendenz. Das Service-Geschäft wuchs moderat um ein Prozent auf 169,3 Mio. Euro (Vorjahr: 168,3 Mio. Euro), gebremst durch temporäre Friktionen im Zuge einer ERP-Einführung.
Die EBIT-Marge sank 2025 auf 6,6 Prozent (Vorjahr: 8,9 Prozent), bedingt durch einen geringeren Serviceanteil am Gesamtumsatz (43 Prozent) sowie Einmalkosten nach dem Go-Live des ERP-Systems im Sommer 2025. Zudem minderten Wachstumsinvestitionen in Vertriebs- und Abwicklungsteams (u. a. für Rechenzentren und Wärmepumpen) das operative Ergebnis (EBIT: 26,3 Mio. Euro nach 33,3 Mio. Euro im Vorjahr).
Das erste Quartal 2026 endete mit einem Umsatz von 54,2 Mio. Euro (Vorjahr: 69,9 Mio. Euro) und einer negativen EBIT-Marge von -7,6 Prozent (Vorjahr: -4,7 Prozent). Während im Servicebereich der Rückstau durch die verbesserte ERP-Effektivität weitgehend aufgelöst wurde, blieb die Schlussrechnung bei den Maschinen aus verschiedenen operativen Gründen vorübergehend hinter dem Vorjahr zurück.
Wachstumsprognosen bestätigt
Vor dem Hintergrund des hohen Auftragsbestands bestätigt der Vorstand die Umsatz- und EBIT-Prognosen. Für das laufende Jahr wird unverändert das obere Ende der Prognose von 490 Mio. Euro Umsatz bei einer EBIT-Marge von 9,5 Prozent bis 10,5 Prozent angestrebt. Für 2027 wird weiterhin ein Umsatz von 570 bis 620 Mio. Euro bei einer EBIT-Marge von über 11 Prozent erwartet.
Da kurzfristig der Maschinenanteil am Gesamtumsatz stark überwiegen wird, rechnet das Management mit einer wesentlichen Margenverbesserung ab Ende 2028, sobald die neu ausgelieferte Flotte in größerem Umfang Serviceleistungen beansprucht. Zur Bewältigung des Auftragsbestands im Bereich der Rechenzentren hat das Unternehmen reagiert: „Für das laufende Jahr haben wir uns bei der Auslieferung von Maschinen eine Steigerung von 25–30 Prozent vorgenommen“, so CTO Frank Grewe. „Dazu haben wir Ende März eine neue Produktionshalle in Betrieb genommen, die uns ab der zweiten Jahreshälfte helfen wird, den enormen Auftragsbestand effizient und zügig abzuarbeiten.“