Kreis Coesfeld

IHK-Regionalausschuss: Umbruch in den Innenstädten bietet Chancen

Coesfeld/Dülmen - Der IHK-Regionalausschuss für den Kreis Coesfeld tagte diesmal bei der Baumanufaktur Bonekamp im Dülmen. Das zentrale Thema war der Umbruch in den Innenstädten. Das veränderte Konsumverhalten biete auch Chancen, so Helmut Rüskamp, Vizepräsident der IHK Nord Westfalen.

Die wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere der Innenstädte, im Kreis Coesfeld war das Thema des IHK-Regionalausschusses. Daran nahmen unter anderem der Vorsitzende Helmut Rüskamp (1. Reihe, 2.v.l.), seine Stellvertreterin Anja Baumeister (1. Reihe, 3.v.r.), Dülmens Bürgermeister Carsten Hövekamp (1. Reihe, 4.v.r.), Dr. Fabian Schleithoff (2. Reihe, l.), Leiter des IHK-Standorts Westmünsterland, und Christian Paasche (2. Reihe, 3.v.r.), IHK-Fachreferent für Handel, teil. Dirk Bonekamp (1. Reihe, 4.v.l.) hatte zuvor die Ausschussmitglieder durch seine Braumanufaktur geführt. Foto: Grundmann/IHK

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Das Konsumverhalten ändert sich, vielerorts haben Innenstädte mit Leerständen zu kämpfen. „Der Umbruch, der über den bloßen Rückgang von Verkaufsflächen hinausgeht, bietet aber auch Chancen“, erklärte Helmut Rüskamp, Vizepräsident der IHK Nord Westfalen, beim IHK-Regionalausschuss für den Kreis Coesfeld. Notwendig sei eine „strukturierte Innenstadtentwicklung“, erklärte Rüskamp, der auch Vorsitzender des Ausschusses ist.

Dabei blickte Rüskamp auch auf die Lage der Wirtschaft im Kreis Coesfeld insgesamt. Sie sei „robust“, betonte er in der Sitzung in der Braumanufaktur Bonekamp in Dülmen. Vor allem hob er die Dynamik im Tourismus und Investitionen mittelständischer Unternehmen hervor.

Neue Konzepte notwendig

Dirk Bonekamp führte die Ausschussmitglieder zu Beginn durch seine 2019 gegründete Braumanufaktur. Auch Bürgermeister Carsten Hövekamp und Tim Weyer, Geschäftsführer von Dülmen Marketing, nahmen an dem Rundgang teil. Hövekamp sah die Dülmener Innenstadt gut aufgestellt. Dennoch: „Veränderte Konsumgewohnheiten erfordern es, dass neue Konzepte entwickelt werden“, erklärte er. Das Ziel einer lebendigen City, in der Menschen gerne verweilen und Unternehmen erfolgreich wirtschaften können, sei durch ein ganzheitliches Citymanagement zu erreichen: Maßnahmen zur Innenstadtentwicklung würden gemeinsam mit der Stadt, Interessengemeinschaften und Vereinen koordiniert.

Christian Paasche, Fachreferent bei der IHK Nord Westfalen, skizzierte abschließend die aktuellen Trends im Einzelhandel und wie diese sich aus Sicht der IHK auf die Zentren auswirken. Dabei ging er auf Herausforderungen sowie Perspektiven ein. „Attraktive und lebendige Standorte entstehen dort, wo Handel, Dienstleistungen, Erlebnisangebote und auch Gastronomie zusammenkommen“, stellte er fest.

Die Innenstädte profitieren unter anderem vom wachsenden Tourismus: „4,8 Millionen Übernachtungen 2025 sind ein neuer Rekord für das Münsterland“, erklärte Rüskamp. Der Ausschussvorsitzende sah einige weitere Beispiele für eine positive Entwicklung der Wirtschaft. Er nannte unter anderem den Fahrzeughersteller Krampe, der in Coesfeld einen früheren Produktionsstandort reaktiviert und gleichzeitig in seinen Hauptstandort investiert. Ein weiteres Beispiel sei der Maschinenbauer Othmerding, der in Ascheberg einen nachhaltigen Firmenkomplex errichtet.

Über den IHK-Regionalausschuss

Der Regionalausschuss der IHK Nord Westfalen für den Kreis Coesfeld setzt sich aus rund 40 ehrenamtlich engagierten Unternehmerinnen und Unternehmern zusammen. Das Gremium vertritt die Interessen der gewerblichen Wirtschaft im Kreis, diskutiert wirtschaftsrelevante Entwicklungen vor Ort und berät die IHK-Vollversammlung sowie das Präsidium und die Geschäfts-führung.

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