Die Glasfaser wird bis direkt in die Häuser, Wohnungen und Gewerbebetriebe verlegt. Nach aktueller Planung werden die Bauarbeiten etwa zwei Monate in Anspruch nehmen. „Der heutige Spatenstich zeigt, was möglich ist, wenn Unternehmen, Kommunen und Bürgerinnen und Bürger gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Dass wir nur wenige Wochen nach dem Erreichen der hohen Vermarktungsquote bereits mit dem Ausbau starten können, freut uns sehr“, sagt Claudia Pelzl, Regionalleiterin Projektentwicklung bei der GVG Glasfaser. „Die hohe Beteiligung in Schwege hat eindrucksvoll gezeigt, wie groß der Wunsch nach einer zukunftssicheren digitalen Infrastruktur vor Ort ist.“
Besondere Vorgeschichte
Der Glasfaserausbau in Schwege hat eine besondere Vorgeschichte: Das Gebiet gilt aktuell nicht als förderfähig. Gleichzeitig ist ein eigenwirtschaftlicher Ausbau aufgrund der sehr ländlichen Lage nur schwer darstellbar. Um das Projekt dennoch wirtschaftlich tragfähig realisieren zu können, entwickelten die Gemeinde Glandorf und die GVG Glasfaser Anfang des Jahres ein gemeinsames Modell. Voraussetzung für den Ausbau war dabei eine außergewöhnlich hohe Vermarktungsquote von 75 Prozent. Die Gemeinde übernahm eine aktive Rolle bei der Information und Ansprache der Bürgerinnen und Bürger, um die notwendige Beteiligung zu erreichen. Mit Erfolg: Im Juni wurde die erforderliche Quote erreicht und der Weg für den Ausbau frei gemacht.
Erste 100%-Glasfaser-Gemeinde im Landkreis
„Ich finde es sehr bemerkenswert, dass es der GVG Glasfaser in Schwege zusammen mit der Gemeinde und dem Ortsrat gelungen ist, eine Quote von mehr als 75 Prozent zu erreichen. Damit liegen die Schweger weit über Vermarktungsquoten in vergleichbaren Orten“, betont Anna Kebschull, Landrätin des Landkreises Osnabrück. „Der Landkreis Osnabrück wird ergänzend im Jahr 2027 die letzten sogenannten ‚Grauen Flecken‘ in der Gemeinde Glandorf ausbauen. Gemeinsam erreichen wir, dass Glandorf dann die erste 100%-Glasfaser-Gemeinde im Landkreis Osnabrück sein wird. Danke an alle Beteiligten, die bei diesem großen Projektvorhaben mitgeholfen haben.“
Auch die Gemeinde Glandorf zeigt sich zufrieden: „Wir freuen uns außerordentlich, dass die GVG Glasfaser diesen wichtigen Schritt geht und Schwege im eigenwirtschaftlichen Ausbau nun in Rekordzeit vom Erstkontakt Ende 2025 bis zum heutigen Spatenstich an das digitale Hochgeschwindigkeitsnetz anbindet“, sagt Frank Scheckelhoff vom Fachdienst Bauen und Umwelt der Gemeinde Glandorf. „Ein Dank gilt auch allen Schweger Bürgerinnen und Bürgern, die das Projekt so intensiv unterstützt haben.“
Der Glasfaserausbau erfolgt in Glandorf-Schwege nach dem GVG-Prinzip „mit Licht im Rücken“. Das bedeutet, dass Glasfaserhausanschlüsse nach und nach aktiviert werden, sobald die Bauarbeiten an den jeweiligen Adressen abgeschlossen sind. So müssen Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen nicht erst auf die Fertigstellung des gesamten Netzes warten, sondern können ihre Anschlüsse bereits während der laufenden Bauphase nutzen. Nach aktuellem Bauzeitenplan sollen die Arbeiten in zwei Monaten weitestgehend abgeschlossen sein. Anschließend erfolgen noch vereinzelte Restarbeiten sowie mögliche Nachanschlüsse.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich auch weiterhin für einen Glasfaserhausanschluss entscheiden, wie es in einer Pressemeldung der GVG heißt.