Landkreis Osnabrück

Elos feiert 50-jähriges Bestehen

Bramsche – Das Unternehmen Elos aus Bramsche feiert 2026 sein 50-jähriges Bestehen. Das Unternehmen versorgt unterschiedliche Branchen mit Hygienelösungen – von Verbrauchsartikeln wie Hygienepapieren, Industriewischtüchern sowie Reinigungs- und Desinfektionsmitteln über Spender- und Waschraumsysteme bis hin zu ganzheitlichen Hygienekonzepten und Hautschutzplänen.

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Als Logistik- und Vertriebsspezialist bildet Elos die Schnittstelle zwischen der Industrie, dem nachgelagerten Handel und großen institutionellen Abnehmern. Zu den wichtigsten Kundengruppen zählen der Hygienefachhandel, der technische Handel, branchenspezifische Großhändler sowie Industrieunternehmen und weitere gewerbliche Großverbraucher. 

Ausgründung und Spezialisierung

Die 1936 gegründete Firma Adolf Ellermann war ursprünglich im Schrott- und Stahlhandel tätig. Darüber hinaus gehörten bereits früh die Sammlung und Verarbeitung von Alttextilien zu einem der Geschäftsfelder des Osnabrücker Unternehmens.

Mit der Gründung der Elos im Jahr 1976 auf dem Gelände der ehemaligen Zeche „Beharrlichkeit“ in Bohmte wurde der Geschäftsbereich Putzlappen und Putzwolle aus der Firma Adolf Ellermann herausgelöst und in ein eigenständiges Unternehmen überführt. Hintergrund dieser Entscheidung waren vor allem vertriebsstrategische Überlegungen: Während die Firma Adolf Ellermann ihre angestammten Geschäftsfelder weiterentwickelte, sollte sich Elos vollständig auf den Handel mit Putzlappen und Putzwolle konzentrieren und diesen Geschäftsbereich eigenständig am Markt ausbauen.

Der Unternehmensname spiegelt diese Herkunft bis heute wider: „El“ steht für Ellermann, „Os“ für Osnabrück – ein bewusstes Bekenntnis zu den unternehmerischen und regionalen Wurzeln des Familienunternehmens, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Zu den wichtigsten Kunden des damals jungen Unternehmens zählten die Deutsche Bundesbahn (später Deutsche Bahn), die Bundeswehr sowie zahlreiche Industrieunternehmen, Händler und Wiederverkäufer. Ralf Sunderdiek führte das Unternehmen in den ersten beiden Jahren. 1979 übernahm Heinz Dödtmann die Geschäftsführung und prägte die Entwicklung von Elos in den folgenden 36 Jahren entscheidend.

Vom Putzlappenhersteller zum Großhandel

Anfänglich nahm die Produktion von Putzlappen und Putzwolle einen großen Teil des Elos-Geschäfts ein. Textile Produktionsabfälle aus Webereien und Strickereien wurden gesammelt, sortiert und weiterverarbeitet – weitgehend in Handarbeit und unter hohem personellem Aufwand. 

Unter Heinz Dödtmann stellte Elos frühzeitig die Weichen für die Zukunft. Als die Herstellung von Putzlappen in Deutschland aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs und des steigenden Kostendrucks wirtschaftlich immer schwieriger wurde, leitete das Unternehmen einen konsequenten Strategiewechsel ein. Der Produktionsbetrieb setzte Schritt für Schritt neue Prioritäten als Handels- und Logistikpartner. Gleichzeitig wuchs das Sortiment um industrielle Putztücher, Vliesstoffprodukte, Hygienepapiere und zahlreiche weitere Lösungen für die Betriebshygiene. 

Wichtige Impulse für diese Entwicklung lieferten bereits früh enge Partnerschaften mit Papierherstellern, darunter die Papierwerke Halstrick mit ihren Standorten in Raubach und Euskirchen-Stotzheim sowie die traditionsreiche Papierfabrik Strepp in Kreuzau. 

Beschaffung, Lagerhaltung, Logistik und Vertrieb wurden nun zum erklärten Kerngeschäft der Elos.

Um die wachsenden Anforderungen an die Logistik besser zu erfüllen, verlagerte Elos den Unternehmenssitz 1983 nach Osnabrück und wechselte ihn 1993 innerhalb des Stadtgebiets. Hiermit verbunden waren wesentliche Schritte zur Erweiterung des Betriebs und zur Verbesserung der Effizienz. 2002 zog der Betrieb zunächst nach Westerkappeln um, seit 2018 ist Elos in Bramsche beheimatet.

Generationswechsel

Mit dem Eintritt von Christoph Dödtmann im Jahr 2011 wurde der Generationenwechsel bei der Elos vollzogen. Gleichzeitig übernahm er die Mehrheitsanteile am Familienunternehmen und stellte damit frühzeitig die Weichen für die Fortführung des Unternehmens in der nächsten Generation. Bis 2015 führte er die Geschäfte gemeinsam mit seinem Vater Heinz Dödtmann, bevor dieser in den Ruhestand wechselte. 2022 verstarb Heinz Dödtmann im Alter von 73 Jahren.

„Auch nach 50 Jahren verstehen wir uns als mittelständischer, unabhängiger und inhabergeführter Partner für Hersteller, Handel und professionelle Anwender. Diese Werte prägen unser Handeln bis heute und bilden die Grundlage für das Vertrauen, das uns unsere Kunden und Industriepartner seit Jahrzehnten entgegenbringen“, betont Christoph Dödtmann als geschäftsführender Gesellschafter der Elos.

Meilenstein Logistikzentrum

Einen wichtigen Meilenstein für die weitere Unternehmensentwicklung stellte die Inbetriebnahme des neuen Logistikzentrums im Industriegebiet Bramsche-Schleptrup im November 2018 dar. Direkt an der Autobahn A1 bei Osnabrück gelegen, verfügt Elos heute über rund 4.200 Quadratmeter moderne Lagerfläche für mehr als 3.000 Artikel. Das Logistikzentrum bildet die Grundlage für eine hohe Lieferfähigkeit, kurze Reaktionszeiten und weiteres Wachstum. Auf dem rund 15.000 Quadratmeter großen Grundstück bestehen darüber hinaus Erweiterungsmöglichkeiten für zusätzliche 4.000 Quadratmeter Lagerfläche.

Elos will die Marktpräsenz in ausgewählten Branchen weiter ausbauen. Insbesondere die Bereiche Healthcare sowie der HoReCa-Sektor (Hotellerie, Gastronomie und Catering) bieten Entwicklungsmöglichkeiten und sollen künftig noch stärker in den Fokus rücken, heißt es.

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