Kreis Coesfeld

Daldrup & Söhne steigert Gewinn im ersten Halbjahr

Ascheberg/Oberhaching – Das Bohrunternehmen Daldrup & Söhne, das Standorte in Ascheberg und im bayrischen Oberhaching betreibt und sich unter anderem auf Geothermie spezialisiert hat, hat seine Gesamtleistung sowie seinen operativen Gewinn im ersten Halbjahr 2023 gesteigert.

Daldrup & Söhne verzeichnet eine steigende Nachfrage nach Bohrungen für geothermische Strom- und Wärmeprojekte, wie hier die Bohrung einer Dublette für ein Geothermie-Heizkraftwerk in Vinzel in der Westschweiz. Foto: Daldrup & Söhne

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Das Unternehmen erzielte in den ersten sechs Monaten eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen) von 24,1 Millionen Euro (Vorjahr: 17,7 Millionen Euro). Das Halbjahresergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte der Konzern auf 2,7 Millionen Euro (Vorjahr: 2,4 Millionen Euro). Daldrup & Söhne erzielte außerdem ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 1,4 Millionen Euro (Vorjahr: 1,2 Millionen Euro). Der Halbjahresüberschuss belief sich auf 0,7 Millionen Euro (Vorjahr 0,4 Millionen Euro). 

Das erste Halbjahr 2023 sei für Daldrup & Söhne trotz des allgemein schwachen wirtschaftlichen Umfeldes von einer positiven operativen Entwicklung in allen Geschäftsbereichen (Geothermie, Rohstoffe & Exploration, Wassergewinnung sowie Environment, Development & Services) gekennzeichnet. Andreas Tönies, Vorstandsvorsitzender der Daldrup & Söhne AG, erklärte: „Die Nachfrage nach Bohrdienstleistungen für Geothermieprojekte nimmt deutlich zu. Mit dem Gesetz zur kommunalen Wärmeplanung stehen Kommunen und Stadtwerke in der Pflicht, die Wärmeversorgung zügig zu dekarbonisieren. Geothermie kann in den meisten Regionen Deutschlands erneuerbare, grundlastfähige Wärme bereitstellen und speichern: sei es aus tiefen oder mitteltiefen Reservoiren und Aquiferen, sei es mit Erdwärme-Sonden oder über Wasser-Luft-Wärmepumpen. Klar ist aber: ohne sachkundige Bohrungen lassen sich Erdwärme und Thermalwasser nicht erschließen und in die Wärmenetze einspeisen. Das setzt die Bohrdienstleistungen der Daldrup & Söhne AG in eine Schlüsselposition der Wärmewende. Das Halbjahresergebnis zeigt einmal mehr, dass wir die operative Ertragskraft des Daldrup-Konzerns weiter gestärkt haben. Wir sind davon überzeugt, aus einer guten Wettbewerbsposition heraus vom strukturellen Wachstum im Geothermiemarkt nachhaltig profitieren zu können.“

Die Auftragslage in allen Geschäftsbereichen der Daldrup & Söhne AG sei gut, wie das Unternehmen mitteilte. Ende September 2023 erreichte der Auftragsbestand rund 38 Millionen Euro (Vorjahr: 27,1 Millionen Euro). Damit sei das Bohrgeschäft rechnerisch bis weit in das Jahr 2024 ausgelastet. Auch das mit Eintrittswahrscheinlichkeiten bewertete, für Daldrup relevante, bearbeitete Marktvolumen von rund 245 Millionen Euro (Vorjahr: 136 Millionen Euro) als Aussicht auf mögliche Auftragsbestände in den kommenden Geschäftsjahren, deute „auf einen insgesamt weiterhin zufriedenstellenden Geschäftsverlauf hin“.

Die Nachfrage nach Explorationsbohrungen und Bohrungen für geothermische Strom- und Wärmeprojekte sei in der DACH-Region und Benelux ungebrochen rege. So stehen weitere Geothermieprojekte in München und im benachbarten Alpenraum für die Daldrup & Söhne AG zur Bohrung in den nächsten Quartalen an. Auch das Interesse norddeutscher Kommunen und Stadtwerke habe nach der erfolgreichen, geothermischen Erweiterung der Wärmeversorgung in Schwerin, die Daldrup mit zwei Bohrungen erschlossen hat, signifikant zugenommen. Die dortige Besonderheit liege beispielhaft in der Kombination des geförderten Thermalwassers mit Großwärmepumpen.

Prognose für 2023
Unter den Voraussetzungen, dass die laufenden Bohrprojekte planmäßig bis zum Jahresende abgerechnet werden können, bestätigte der Vorstand die Konzern-Prognose für das Geschäftsjahr 2023: Bei der aktuellen Auftragslage und anhaltender Auslastung geht die Geschäftsleitung von einer Gesamtleistung von rund 41 Millionen Euro bei einer EBIT-Marge zwischen drei und fünf Prozent aus. 
 

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