Kreis Coesfeld

Daldrup & Söhne AG steigert in 2023 das Betriebsergebnis

Ascheberg - Das Bohrtechnik- und Geothermieunternehmen Daldrup & Söhne mit Sitz in Ascheberg und Oberhaching hat im Geschäftsjahr 2023 sein Betriebsergebnis um mehr als 42 Prozent auf nun 2,6 Millionen Euro gesteigert. Insgesamt erwirtschaftete Daldrup & Söhne einen Konzernumsatz von 49,1 Millionen Euro. Das teilte das Unternehmen nun mit.

Daldrup & Söhne verzeichnet eine steigende Nachfrage nach Bohrungen für geothermische Strom- und Wärmeprojekte, wie hier die Bohrung einer Dublette für ein Geothermie-Heizkraftwerk in Vinzel in der Westschweiz. Foto: Daldrup & Söhne

Anzeige

Die EBIT-Marge, bezogen auf die Gesamtleistung, liegt damit bei 5,3 Prozent (Vj. 4,9 Prozent) der Gesamtleistung und damit über der für das Berichtsjahr abgegebenen Prognose (3 bis 5 Prozent), wie es weiter heißt.

Die Gesamtleistung im Konzern liege mit 48,4 Millionen Euro deutlich über der Prognose (rund 41 Millionen Euro) und ebenfalls über dem Vorjahresergebnis von 36,9 Millionen Euro. Die typischerweise volatilen Verläufe von großen Bohraufträgen hätten in Berichtsjahr zu einem Konzernumsatz von 49,1 Millionen Euro geführt - das sei ein erfreuliches und deutlich höheres Niveau als im Vorjahr (38,2 Mio. Euro), wie das Unternehmen wertet.

Als Konzernjahresüberschuss resultieren 890.000 Euro (Vj. 852.000 Euro). Der Gewinn pro Aktie (EPS) beläuft sich damit auf 0,15 Euro (Vj. 0,14 Euro). Die Eigenkapitalquote im Konzern falle mit 50,6 Prozent weiterhin komfortabel (Vj. 49,7 Prozent) aus.

Die Kennzahlen dokumentieren nach Einschätzung des Unternehmens die Entwicklung der Daldrup & Söhne AG im Jahr 2023. Neben der verbesserten Auftragslage wurde das Kerngeschäft durch technische Erneuerungen und Investitionen in den Gerätepark, auch durch selbst errichtete Komponenten und Leistungen verbundener Unternehmen, gestärkt. Damit ist es auf dem Weg, die Effizienz in den Projekten und in der Unternehmensorganisation zu verbessern sowie die Ertragskraft weiter zu steigern, ein gutes Stück vorangekommen.

Vorteil durch Dekarbonisierung der Wärmeversorgung

Das Geschäftsmodell der Daldrup & Söhne AG sei weitestgehend konjunkturunabhängig und von einem langfristig ausgelegten Auftragsumfeld zur Daseinsvorsorge geprägt. Übergeordnet stärken die anhaltenden geo- und energiepolitischen Herausforderungen ebenso wie der fortschreitende Klimawandel die Bedeutung der Geothermie als Lösungsbaustein für eine unabhängige, dezentrale und klimafreundliche Energieversorgung. Die Umsetzung der Wärmewende, weg von fossilen Energien hin zu einer dekarbonisierten Erzeugung, ist inzwischen festes Kriterium für Investitionsentscheidungen von Kommunen sowie von Industrie- und Privatinvestoren. Ergänzt wird das durch einen entstehenden ordnungsrechtlichen Rahmen, der sowohl für Bohrunternehmen als auch für die Kraftwerks- und Wärmenetzbetreiber attraktivere Erschließungs-, Investitions- und Betriebsbedingungen ermöglicht. In Deutschland zählen dazu das Gebäudeenergiegesetz, das Gesetz zur kommunalen Wärmeplanung sowie die Bundesförderung effizienter Wärmenetze. Für die Marktteilnehmer beginnen sich damit die Bedingungen allmählich zu verbessern. Das trägt zur dringend erforderlichen Planungs- und Investitionssicherheit für die nächsten Jahre bei.

Vorstand optimistisch für das Geschäftsjahr 2024

Der Auftragsbestand liegt per Ende März 2024 mit 38,5 Millionen Euro auf einem hohen Niveau und lastet Mannschaften und Bohrgerät rechnerisch bis in das Jahr 2025 aus. Das in Verhandlung in befindliche Marktvolumen entwickelt sich dynamisch und erreichte zu Ende März 2024 einen erfreulichen Stand von 260 Millionen Euro. Diese Zahlen spiegelten das Interesse an den Dienstleistungen des Unternehmens wider, heißt es. Daldrup sei im Markt gut positioniert und ein gesuchter Know-how-Träger und Bohrdienstleister. Vor diesem Hintergrund sei der Vorstand zuversichtlich, bei planmäßigem Geschäftsverlauf im Jahr 2024 eine Konzern-Gesamtleistung von rund 47 Millionen Euro zu erwirtschaften und aus dem operativen Geschäft eine deutlich höhere EBIT-Marge zwischen 5 Prozent und 7 Prozent der Gesamtleistung zu erzielen.


 

Artikel teilen