Das CIC steht unter dem Motto „Innovation mit Initialwirkung" und bündelt mehrere Unternehmen, die an zukunftsweisenden Technologien arbeiten. Dazu gehört auch die LMIS AG. Mit 65 Mitarbeitenden ist das Unternehmen dort ansässig.
An der Station des Unternehmens legte Bundesverteidigungsminister Pistorius bei seinem Besuch zwei Zangen in den Demonstrator der LMIS AG. Die Software analysierte die Bilddaten, markierte die einwandfreie Zange grün und die fehlerhafte rot. Pistorius zeigte sich beeindruckt von der Geschwindigkeit des Systems und stellte interessiert Fragen, wie die Lösung in der laufenden Produktion eingesetzt werden kann. Henning Wübben hat die Software bei der LMIS AG entwickelt. Als Softwareentwickler für Machine- und Deep Learning beschreibt er den Kern des Ansatzes so: „Der Ansatz macht optische Qualitätskontrolle durch smartes Datenmanagement robuster und schneller einsatzbereit."
Die Software der LMIS AG lernt ausschließlich anhand einwandfreier Bauteile. Sie braucht keine Fehlerdatenbank und kein aufwändiges Anlernen, wie das Unternehmen in einer Pressemeldung erklärt. „Fehler zu labeln ist unpraktikabel, braucht viel manuelle Arbeit und skaliert schlecht. Gutteile lernen hat diese Nachteile nicht", erklärt Wübben. Das System erkennt eigenständig, wenn ein Bauteil vom Sollzustand abweicht, und zeigt per Heatmap, an welcher Stelle. Die größte technische Herausforderung war dabei, echte Fehler von natürlichen Materialschwankungen zu unterscheiden. In einem ersten Test erkannte die Software 98,5 Prozent der Gutteile korrekt. Für die spätere Integration in die laufende Produktion braucht es eine Kamera mit reproduzierbaren Aufnahmebedingungen und eine Python-fähige Umgebung. Die Software prüft vollständig statt stichprobenartig und passt sich durch neue Referenzdaten im Betrieb kontinuierlich an.