Das Familienunternehmen aus dem westfälischen Rheine hab es erneut geschafft, insbesondere in den Kernmärkten den Umsatz weiter zu steigern. „Wir sind stolz darauf, dass die Diversität in den Geschäftsfeldern und die darauf abgestimmte Vielfalt unseres Angebots uns in die Lage versetzen, auch in schwierigen Zeiten zu wachsen und unseren Kunden beständig erstklassige Produkte, Services und Dienstleistungen zu bieten ”, so Dr. Jan-Peer Laabs, Vorstandsvorsitzender apetito AG.
Die Firmengruppe fokussiert sich auf drei Säulen: System-, Retail- und das Cateringgeschäft. Dazu kommt die Internationalität der Aktivitäten: apetito agiert aktuell in neun Ländern und zählt rund 12.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Das Unternehmen will sich vor allem auf veränderte Ernährungsgewohnheiten einstellen, zudem spitze sich der Fach- und Arbeitskräftemangel in Küchen und im Service weiter zu. Und angesichts eines anhaltend hohen Kostendrucks seien daher wirtschaftliche Lösungen gefragt. „Neue Verpflegungskonzepte müssen für unsere Kunden einfach zu handhaben sein und gleichzeitig gastronomisch hochwertig sowie wirtschaftlich sicher”, erklärt CEO Dr. Jan-Peer Laabs das Geschäftskonzept anlässlich der Veröffentlichung des Jahresberichtes 2024.
apetito habe im zurückliegenden Geschäftsjahr seine Markt- und Innovationsführerschaft in der Gemeinschafts- und Individualverpflegung sowie im Endverbrauchermarkt ausbauen´könne, heißt es weiter.
Ein Beispiel für den Kundenfokus sei die Produktlinie "winVitalis", die sich im deutschen, englischen und kanadischen Markt weiter etabliert habe. Damit bietet apetito seit über zehn Jahren innovative und gleichzeitig genussvolle Menüs für Menschen mit besonderen Ernährungsanforderungen. Bereits seit Sommer 2023 orientiert sich apetito an der internationalen Kennzeichnung nach IDDSI (International Dysphagia Diet Standardisation Initiative). Diese bietet bei Produkten für Kau- und Schluckbeschwerden Hilfestellung bei der Auswahl einer sicheren Konsistenzstufe.
Neue Produkte
Wenn es um die Verpflegung geht, stehen Kliniken vor großen Herausforderungen. Dazu gehören Kostendruck, Fachkräftemangel sowie veraltete Küchen. Die Lösung, die apetito 2024 weiter ausgerollt und mit gastronomisch ansprechenden Rezepturen erweitert hat, nennt sich "Compact X". Das sind tiefgekühlte Komplettmenüs die als Ein-Handgriff-Menüs sekundenschnell auf einen Teller portioniert werden können. Das System bringe der Klinik selbst mehr Effizienz und Zeitersparnis, während der Patient von einem gastronomisch ansprechenden Gericht sowie einer deutlich erweiterten Auswahl aus einer vielseitigen Speisekarte profitiere
apetito testet und prüft intensiv, wie KI in Form von verschiedenen Tools dabei helfen könne, noch besser auf die Wünsche und Bedürfnisse von Tischgästen einzugehen und die Anforderungen zu erfüllen. Gleichzeitig bietet apetito seinen Kunden Laptops zur Miete an. So können diese umfangreiche digitale Service-Angebote, wie mein-apetito, nutzen.
In Deutschland liege ein Augenmerk auf der Förderung einer klimafreundlicheren Speiseplanung. Maßnahmen seien die Ermittlung des Product Carbon Footprint für das gesamte Sortiment im Systemgeschäft sowie die Fortsetzung der Initiative "Den Tisch gemeinsam grüner denken" zur Förderung einer fleischärmeren Ernährung. Mit einem Veggie-Anteil von bereits 57 Prozent bietet apetito attraktive Alternativen, um nicht das Gefühl des Verzichts zu haben, sondern die pflanzenbasierte Ernährung zu entdecken.
Hintergrund: Die vollständige Klimabilanz der AG zeige deutlich, dass der Fleischkonsum mit rund 45 Prozent einen wesentlichen Anteil am - durch die Lebensmittelherstellung verursachten - CO2-Ausstoß hat. „Um unsere Klimaziele zu erreichen, müssen wir uns bewusst machen, welche Auswirkungen unser Konsumverhalten auf die Umwelt hat. Es ist unumgänglich, weniger Fleisch zu essen, um einen positiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Und gleichzeitig möchten wir betonen: Weniger Fleisch bedeutet nicht weniger Genuss”, erklärt Laabs.
Digitalisierung
apetito catering setzt auf einen digitalen Komplettservice, denn der Markt fordert immer höhere Effizienz und schlankere Prozesse. Mit dem Konzept "Easy System" hat das Unternehmen eine Plattform geschaffen, die den Kundinnen und Kunden bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen hilft und Prozesse stark vereinfacht.
„Das Easy System besteht aus mehreren digitalen Bausteinen, die den Service und die Kommunikation für die Betriebsgastronomie und ihre Gäste erleichtern und eine optimierte, nachhaltige Speisenplanung ermöglicht ”, erläutert Geschäftsführer Andreas Oellerich.