Mit dem Haus der Musik und Begegnung entsteht ein Projekt, das weit über die reine Bildungsnutzung hinausgeht, wie Stefan Klein-Ridder, Fachbereichsleiter Bauen und Bewirtschaften, betont. Die Städtebauförderung in NRW unterstützt das rund 4,9 Millionen Euro teure Projekt mit rund 3,43 Millionen Euro. Das Gebäude bietet der städtischen Musikschule dafür erstmals dauerhaft bedarfsgerechte Räumlichkeiten. Bislang war die Musikschule auf verschiedene Standorte in Schulen und einem Einfamilienhaus verteilt. Künftig finden alle Angebote unter einem Dach Platz. Darüber hinaus können die Räume multifunktional für Begegnungen wie Netzwerktreffen, Integrations- und Beratungsangebote sowie weitere Bildungs- und Gemeinschaftsveranstaltungen der Stadt Telgte und ihrer Kooperationspartner genutzt werden.
„Besonders erfreulich ist, dass die Baumaßnahme nicht nur zeitlich planmäßig verläuft, sondern voraussichtlich sogar deutlich unter dem kalkulierten Budget abgeschlossen werden kann“, wie Klein-Ridder sagt.
Auch im schulischen Bereich investiert die Stadt in moderne Bildungsangebote. Telgte verfügt über ein vollständig ausgebautes Schulsystem mit vier Grundschulen, der Sekundarschule an der Marienlinde und dem Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium. Ergänzt wird dieses Angebot durch die Musikschule, die Stadtbücherei und die Volkshochschule.
Baumaßnahmen am Schulzentrum
Am Schulzentrum konnten in den vergangenen Jahren wichtige Baumaßnahmen erfolgreich abgeschlossen werden. Dazu gehören der Erweiterungsneubau am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium, die Neugestaltung der Außenanlagen sowie Maßnahmen zur Regenwasserrückhaltung. In der Sekundarschule wurden Klassenräume modernisiert und Differenzierungsräume geschaffen. Im letzten Schuljahr wurde der Ganztagsbereich umgebaut und mit moderner Ausstattung versehen. Beste Voraussetzungen für einen zukunftsfähigen Schulstandort. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Ganztagsbetreuung. Die St.-Christophorus-Schule in Westbevern wurde bereits vor einigen Jahren umfassend erweitert und an die Anforderungen des Offenen Ganztags angepasst. Neben neuen Räumen entstanden Differenzierungsbereiche, die zeitgemäße pädagogische Konzepte unterstützen.
Auch die Don-Bosco-Schule wurde erfolgreich erweitert. Der vor rund drei Jahren eröffnete Neubau reagierte auf den gestiegenen Raumbedarf der Schule. Sämtliche Klassenräume sind in Jahrgangsclustern in einem Erweiterungsbau mit offenen Lernbereichen angeordnet. Verwaltung und Fachräume verbleiben im Bestandsgebäude. Das Konzept ermöglicht flexible Unterrichtsformen und zeitgemäße Lernbedingungen.
„Das größte kommunale Schulbauprojekt der kommenden Jahre ist die Neugestaltung der Marienschule“, so Klein-Ridder. Ein Projekt, das in vielen Workshops und mit hoher Beteiligung auf den Weg gebracht wurde. „Wir haben uns beim pädagogischen Konzept und seinen räumlichen Voraussetzungen intensiv beraten lassen.“ Mit einem Investitionsvolumen von rund 16,4 Millionen Euro werde man den heutigen Anforderungen an Grundschulbildung und Ganztagsbetreuung gerecht. Die bestehende Anlage besteht derzeit aus mehreren Einzelgebäuden. Während ein denkmalgeschützter Gebäudeteil erhalten und umgebaut wird, werden die bisherigen Pavillons durch einen Neubau ersetzt. Geplant sind moderne Unterrichts-, Betreuungs- und Ganztagsräume mit offenen Lernbereichen und vielfältigen Differenzierungsmöglichkeiten. Die Bauarbeiten beginnen 2026. Der Neubau soll Ende 2028 fertiggestellt werden, der Umzug ist für Anfang 2029 vorgesehen.
Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten im Bestandsgebäude wird das Gesamtprojekt voraussichtlich Ende 2030 abgeschlossen sein.
Erstellt von Carsten Schulte