Neuenhaus

Bildung: Mehr Platz zum Lernen

Aufgrund des starken Bevölkerungswachstums, der zunehmenden Anzahl an geflüchteten Familien aus der Ukraine und des Rechtsanspruchs auf einen Platz im Offenen Ganztag ab 2026 erweitert die Samtgemeinde Neuenhaus ihre Kapazitäten im Betreuungs- und Bildungsbereich. Die bisher dreizügige Grundschule Neuenhaus wird vierzügig und im Zuge dessen wird auch ein neues pädagogisches Konzept umgesetzt, mit dem die Samtgemeinde Vorreiter in der Region sein will. Auch die Kapazitäten für die kleinsten Bürgerinnen und Bürger sollen ausgebaut werden.

So soll die Grundschule in Neuenhaus aussehen. Quelle: NHStudio

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Auf dem Gelände der Neuenhauser Grundschule entstehen 16 neue Klassenzimmer in Form von flexiblen Lern- und Gruppenräumen in einem sogenannten Clustersystem. Baustart ist im Herbst 2025. Bis zur Fertigstellung lernen die Grundschüler übergangsweise in Klassencontainern und in einem Nachbargebäude des Lise-Meitner-Gymnasiums. „Beim Neubau spielen neue pädagogische Anforderungen eine tragende Rolle. Verglaste Innenräume und großzügige Flurbereiche sorgen dann für flexible Nutzungsmöglichkeiten zum Lernen. Durch die offene Struktur lässt sich die Raumaufteilung auch jederzeit anpassen“, erläutert Michael Kramer, Erster Samtgemeinderat, den zwei Jahre dauernden Umbau. Über 400 Schülerinnen und Schüler haben dort künftig Platz zum Lernen. Eine größere Mensa soll zudem die bisherige ersetzen und auch für Schulveranstaltungen genutzt werden. Insgesamt schlägt der Umbau an der Grundschule in Neuenhaus mit 14,5 Millionen Euro zu Buche – das ist die bisher größte Einzelinvestition der Samtgemeinde Neuenhaus.  

uch in den Ausbau der frühkindlichen Betreuung hat die Kommune zuletzt investiert. Derzeit gibt es in der Samtgemeinde rund 540 Plätze im Regelbereich und über 200 Plätze für Kinder unter drei Jahren. Dazu beigetragen hat unter anderem die Erweiterung der Johannes-Kindertagesstätte in Neuenhaus um 500 Quadratmeter. Zwei zusätzliche Gruppen und eine Mensa sind dort entstanden.  

Der Ausbau der Kapazitäten geht noch weiter: Der Neubau einer viergruppigen Einrichtung mit zwei Regel- und zwei Krippengruppen an der Papestraße in Neuenhaus steht unmittelbar vor Baustart. Träger ist die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Veldhausen. Über vier Milli­onen Euro kostet der Neubau. Der Landkreis beteiligt sich daran und übernimmt die Hälfte der Kosten.  

„Nach all den Erweiterungen sind wir dann mit einer Betreuungsquote von über 70 Prozent bei den Krippenplätzen erstmal gut aufgestellt“, betont Kramer. 

Anja Wittenberg
 

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