Laer

Infrastruktur | Viele Facetten für das Leben

„Laer hat Potenzial.“ So sagt es Bürgermeister Manfred Kluthe mit Überzeugung. Dass er das so sagen kann, macht Kluthe an verschiedenen Infrastruktur-Themen fest. Dazu zählen Glasfaserausbau, Windkraft, Wohnungsbau, aber auch der Bereich der Pflege. „Es ist toll, dass ein Dorf das alles so abbildet.“

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Da lohnt ein genauerer Blick. Weder Arbeit noch Privatleben ist heute ohne zuverlässigen Internetzugang denkbar. Glasfaser ist dabei längst das Mittel der Wahl. Landauf, landab wird gebuddelt und erschlossen. Da ist Laer keine Ausnahme, im Gegenteil. „Der Ortskern ist schon länger ans Glasfasernetz angebunden“, sagt Kluthe. „Dank Förderprogrammen konnten wir zudem Gewerbegebiete und auch die Außenbereiche erschließen.“ Hier arbeitete Laer eng mit den Nachbarkommunen Horstmar und Altenberge sowie mit der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Kreis Steinfurt zusammen. Jetzt könne man für jede Adresse im Gemeindegebiet auch einen Glasfaseranschluss realisieren. Lohn der Mühen: 2024 wurde Laer vom Bundesverband Breitbandkommunikation als „Echte Glasfaser-Kommune“ ausgezeichnet – als kleinste Gemeinde des Kreises Steinfurt mit einer durchschnittlichen Glasfaserausbauquote von 99,7 Prozent. 

Zukunftsorientiert denkt Laer auch im Bereich erneuerbarer Energien, gerade mit Blick auf Windkraft. Mit bald 17 Anlagen auf dem Gemeindegebiet werde in Laer bereits ein Vielfaches dessen an Energie erzeugt, was die Gemeinde selbst benötigt. „Wir spüren hier eine große Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger, weil sie als Teilhaber der Energiegenossenschaften auch von den Anlagen profitieren.“ 

Noch ein großes Infrastrukturprojekt der Gemeinde: Das neue Wohnbaugebiet Freisenbrock IV im Süden der Gemeinde wurde ausgewiesen, rund 70 Prozent der verfügbaren Grundstücke seien bereits vermarktet, die ersten Häuser entstehen. „Derzeit haben wir nur noch etwa 14 Grundstücke zu vergeben“, sagt Kluthe. Allein 200 Bewerbungen auf die 77 Flächen gingen über ein digitales Formular ein, das den Interessenten auch ihre mögliche Chance auf einen Kauf zeigte. Das Wachstum der Gemeinde habe allerdings auch Skepsis hervorgerufen, gibt Kluthe zu. „Wir haben die Sorge um eine negative Veränderung des Ortsbilds gespürt“, sagt er. „Wir haben daher eine Gestaltungssatzung verabschiedet, was im Münsterland nicht die Regel ist.“ Ziel sei es, Bausünden zu verhindern. Was gebaut wird, soll sich in den Bestand einpassen. 

Ein Standortfaktor sei zudem der Bereich Pflege. Das frühere Marienhospital wurde in ein DRK-Pflegezentrum umgebaut und bietet älteren Menschen eine Perspektive in ihrer Heimat. Auf dem Areal sind Wohngemeinschaften für Senioren, Plätze für ambulante und Tagespflege, zudem ein Café für alle Bürger entstanden. Das Unternehmen Cathamed Pflege hat an der Pohlstraße parallel ein Gebäude mit einer Senioren-Wohngemeinschaft im Erdgeschoss und zwölf barrierefreien Service-Wohnungen in der ersten Etage errichtet. „Zusammen mit dem privaten Anbieter Soziale Dienste Laer, der Caritas mit ihrer Tectum-Pflege und einem LWL-Wohnverband sind wir hier sehr gut aufgestellt“, betont Bürgermeister Kluthe.
 
Erstellt von Carsten Schulte
 

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