Glandorf

Berufsorientierung | Schule und Ausbildung gehen Hand in Hand

Schulische Bildung und Berufsausbildung sind nicht zwei getrennte Themen. Sie hängen eng zusammen – und in Glandorf will man das auch mit speziellen Kooperationen und Veranstaltungen unterstützen. Das Ziel: Junge Menschen sollen nicht auf der Suche nach einem Arbeitsplatz die Gemeinde verlassen, sondern direkt vor Ort Angebote erhalten.

Anzeige

Einer der Bausteine dafür ist die Messe „Azubis werben Azubis“, die am 5. Juni auf dem Betriebsgelände von Strautmann Umwelttechnik stattfindet. Rund 50 Unternehmen aus Glandorf selbst, aber auch aus dem umgebenden Südkreis haben sich angekündigt. Angesprochen sind Schülerinnen und Schüler aus neun Schulen von Bad Laer über Bad Iburg bis eben nach Glandorf, überwiegend aus der Jahrgangsstufe 9. Gastgeber ist diesmal das Unternehmen Strautmann. Rund 500 junge Menschen können an diesem Tag direkt Kontakt mit Auszubildenden aus den Unternehmen aufnehmen – die Zielgruppe wirbt sozusagen in der Zielgruppe. Organisiert wird die Berufsorientierungsmesse unter anderem von der Servicestelle Schule-Wirtschaft und dem ArbeitgeberService der MaßArbeit.  

Damit die Berufsorientierung auf einem möglichst breiten und stabilen Fundament steht, wurde in Glandorf eine Kooperationsvereinbarung zwischen Oberschule und lokalen Unternehmen getroffen. Viele kleine Bausteine zahlen auf das große Ziel Standortsicherung ein: Regelmäßig finden Praxistage direkt in Unternehmen statt, über die Praktika und Ausbildungsplätze vermittelt werden können. Zudem erhalten Schüler Broschüren mit Unternehmensporträts an die Hand – durchaus mit Erfolg, wie man in der Gemeinde wertet. „Das ist ein schneller und einfacher Weg, um Beziehungen herzustellen“, sagt Stabsstellenleiterin Eileen Scheckelhoff. „Wir als Gemeinde unterstützen das natürlich gerne.“  

Den Fokus legt Glandorf aber beileibe nicht nur auf Jugendliche und junge Erwachsene. Vom Kitaplatz über die Grundschule bis zur Oberschule Ludwig-Windthorst-Schule investiert die Gemeinde in die Bildungslandschaft. Die beiden Grundschulen in Glandorf (rund 200 Schüler) und im Ortsteil Schwege (rund 80) werden für Ganztag vorbereitet, den die Gemeinde ab Juni anbieten muss. Die Grundschule Glandorf erhält einen Mensa-Anbau, in einem möglichen zweiten Bauabschnitt ist ab 2027 der Bau bzw. die Erweiterung eines Verwaltungsgebäudes mit zusätzlichen Erweiterungsflächen vorgesehen. Die rund 3,5 Millionen Euro dafür stemmt die Gemeinde aus eigenen Mitteln. Während der Bauarbeiten wird wohl übergangsweise eine Containerlösung den Platzbedarf sichern. „Die Oberschule haben wir bereits vor einigen Jahren umfassend saniert, dabei wurde  auch die Sporthalle saniert“, so Scheckelhoff. 

Für die Kleinsten wurde zuletzt im Ortsteil Schwege erheblich investiert: Nach 16 Monaten Bauzeit wurde im Oktober 2025 die neue fünfzügige Marienkita eröffnet. Sie bietet Platz für 105 Kinder. Auch an der Kita Christophorus wurde 2025 gearbeitet: Hier entstand ein Gruppen- und ein Besprechungsraum, zugleich wurde ein Eingangsbereich mit Leitungsbüro angebaut und der Kernbereich der Kita wurde grundlegend umgestaltet. „Wir sind also bei Kitas und Schulen sehr gut aufgestellt“, sagt Scheckelhoff mit Blick auf ausreichend Plätze und moderne Umgebungen.

Erstellt von Carsten Schulte
 

Artikel teilen

Weitere interessante Artikel

Keine Nachrichten verfügbar.