Glandorf

Gewerbe | Im Süden kann etwas wachsen

Vielleicht spielt der Netzwerkgedanke in einer kleineren Gemeinde eine noch größere Rolle als in den Ballungszentren. Man kennt sich, man hilft vor Ort, das ist der Ansatz. Beliebtes Mittel der Wahl ist das Unternehmerfrühstück. Und genau das gibt es nach einer Pause seit 2024 auch wieder regelmäßig in Glandorf, wie Stabsstellenleiterin Eileen Scheckelhoff sagt. Auch bei den Gewerbeflächen tut sich etwas.

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„Während Corona ist das wie an vielen anderen Orten etwas eingeschlafen“, erinnert sie sich. Seit 2024 ist das Unternehmerfrühstück aber wieder zurück, sogar zweimal im Jahr und immer vor Ort in den Glandorfer Gaststätten. Scheckelhoff begleitet die Veranstaltung und organisiert beispielsweise Experten für kurze Fachvorträge wie zum Thema Nachfolge. „Themen, die immer für alle interessant sind“, sagt sie. Zuletzt waren stets zwischen 35 und 50 Gäste da. Im Mai, spätestens Juni, soll die nächste Veranstaltung stattfinden. Das Netzwerktreffen dient auch dem Informationsaustausch. 

Die Verfügbarkeit von Gewerbegrundstücken ist auch hier ein großes Thema. Sie sind in Glandorf so rar wie überall. Die Gemeinde ist landwirtschaftlich geprägt, hier und da schränken Emissionsgrenzwerte die Expansion von Gewerbe ein. Nennenswerte Gewerbegebiete in Glandorf liegen beispielsweise entlang der Straße Auf dem Haarkamp in der Nähe der Bundesstraße 51 im Nordosten. Dort ist ein Mix aus verschiedenen Branchen entstanden: Vom Discounter-Supermarkt über Speditionsgewerbe bis zu Möbelhandel oder Umwelttechnik. Das Autohaus Krause wird direkt nebenan seinen Standort deutlich ausbauen und aufwerten. Hierfür schafft die Gemeinde die planerischen Voraussetzungen.  

Im Fokus steht jetzt vor allem der Bereich Sudendorfer Esch im Süden von Glandorf. Dort, an der Schnittstelle der Bundesstraßen 51, 475 und der K339, haben sich in den vergangenen Jahren verschiedene Unternehmen angesiedelt, beispielsweise das Modehaus Biedendieck. Und in unmittelbarer Nähe sollen rund 1,2 Hektar zusätzlicher Fläche entwickelt werden. Eine benachbarte Biogasanlage setzt den Planungen zwar gewisse Grenzen, aber die Flächen sind definiert. Scheckelhoff: „Vielleicht gelingt es uns im Laufe des Jahres, die Grundstücke zu vergeben.“  

Im Bereich Zum Blumenfeld war zuletzt Bewegung. Dort ist vor etwa zehn Jahren bereits der neue Feuerwehrstandort entstanden, einige Gewerbetreibende fanden hier einen neuen Standort.

Vieles bleibt mit Blick auf die verfügbaren Flächen eher kleinteilig. An der Schulstraße, direkt gegenüber vom Kunststoffwerk Faust, sollen neue Gewerbeflächen entstehen. Die Erschließung ist noch Anlass für erhöhten Planungsbedarf. Und dass Glandorf von seiner Lage zwischen den Oberzentren Münster und Osnabrück profitiert, liegt auf der Hand. „Aus dem Grenzbereich schauen viele Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen nach Glandorf“, weiß Scheckelhoff

Erstellt von Carsten Schulte
 

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