Früher war alles besser? Natürlich nicht, aber manches war einfacher, weiß Geschäftsführer Josef Berges, der das in Ahaus ansässige Unternehmen 2008 gegründet hat. Pfiff der Heizungskessel aus dem letzten Loch, kam kurzerhand ein neuer ins Gebäude. „Heute dagegen wissen viele Unternehmen nicht, in welche Technik sie investieren sollen, es herrscht Unsicherheit“, erzählt der DESAG-geprüfte Sachverständige für Kraft-Wärme-Kopplung, der mehr als 1.000 solcher Anlagen geplant und installiert hat. Mit den nationalen Energiezielen und den entsprechenden Gesetzen sei die Ausgangslage komplex geworden. Dazu kämen geopolitische Krisen und deren Konsequenzen für den Energiemarkt. Erdgas allerdings werde am Wirtschaftsstandort Deutschland noch eine lange Zeit eine Konstante im Energiemix bleiben: „Wir kommen davon so schnell nicht weg, weil der Ausbau der Netze für Strom und Biogas noch 20 bis 30 Jahre dauern wird“, begründet Berges.
AUCH IM NOTFALL ABGESICHERT
Die GfE-Blockheizkraftwerke der smartblock-Reihe – sie zählen zu den effizientesten Maschinen, dem der Energieträger Gas zugeführt werden kann – bleiben demnach noch lange eine sichere Bank in den Energiekonzepten der Unternehmen, zumal diese Anlagen auch mit Biogas, Klärgas und Wasserstoff betrieben werden können. Stichwort Sicherheit: Berges verweist auf den Mega-Stromausfall im Januar 2026 in Berlin, von dem mehr als 2.000 Betriebe betroffen waren. Mit einer Maschinen-Kombination aus dem Hause GfE würden in einer solchen Situation die Lichter nicht ausgehen und die Prozesse weiter fließen: „Wir können auch Notstrom“, sagt Berges.
BREITES LEISTUNGSSPEKTRUM
Die GfE bietet ein breites Leistungsspektrum an BHKW, das von 7,5 bis 150 kW elektrischer Leistung reicht. Zum Kundenkreis zählen unter anderem Industriebetriebe, Hotels, Krankenhäuser und Schulen. „Wir sagen unseren Kunden ganz offen, welche Lösungen technisch, ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll sind“, erklärt Berges. Der Name „Gesellschaft für Energieeffizienz“ (GfE) ist also in diesem Unternehmen Programm und die tiefgehende IT-gestützte wirtschaftliche Betrachtung des Lösungsweges ein Erkennungszeichen. „Da heben wir uns von Teilen des Wettbewerbs ab“, ist Berges überzeugt. So weist er beispielsweise grundsätzlich darauf hin, dass die Effizienz einer Wärmepumpe im Winter massiv nach unten gehen kann. Dann kommt das BHKW ins Spiel, das schon mit einem Einsatz von 3.000 Betriebsstunden die Gesamtbilanz zum Guten wenden könne.
Strom vom Dach, BHKW im Keller: Für Berges ist diese Kombination wirtschaftlich schwer zu schlagen und zukunftssicher. Und warum nicht eine PV-Anlage für den Eigenverbrauch länger nutzen als 20 Jahre? „Die ist zwar alt, aber bezahlt, und sie bewahrt ihre Praxistauglichkeit, wenn sie mit einem Batteriespeicher aufgerüstet wird“, erklärt Berges. Dass zum Portfolio auch die Einrichtung eines Energiemanagementsystems gehört, passt zur Full-Service-Philosophie: Es wird alles gemessen und geregelt, damit Kunden möglichst wenig Energie zukaufen müssen.
Dominik Dopheide