Richter Möbelwerkstätten | Abschrecken vor dem großen Knall

Kaum ein Monat vergeht, an dem nicht ähnliche Polizeimeldungen die Runde machen: Geldautomat gesprengt, Täter flüchtig. Der Schreck ist groß, der Schaden oft erheblich. Nicht nur für Banken, sondern auch für Nachbarn und Anwohner. Geldinstitute sind also daran interessiert, ihre Standorte besser zu schützen – und finden Hilfe bei Unternehmen wie Richter Möbelwerkstätten. Das Unternehmen aus Fürstenau ist im Objektbau aktiv und kümmert sich dort seit über 50 Jahren um Ladenbau, Messebau und Serienmöbel. Und eben Banken.

Zum Schutz von Bankautomaten hat Richter spezielle Sicherheitsrollladen entwickelt. Foto: Richter Möbelwerkstätten

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Denn gerade für Banken ist Richter Möbelwerkstätten viel aktiv. „Wir übernehmen für sie das gesamte Interieur“, sagt Friedhelm Richter, neben Gründer Reinhard Richter Geschäftsführer des Unternehmens aus Fürstenau. Seit einigen Jahren erleben beide eine erhöhte Nachfrage von Banken. Das Thema? Nachrüstung von Sicherheitssystemen bei Geldautomaten. Ein Bereich, der allerdings mit Blick auf Standortschließungen und der sinkenden Zahl von Geldautomaten abnehme. Bei Neubauten – und die gibt es ja noch – werde das Thema heute selbstverständlich von Beginn an mitgedacht, wie Reinhard Richter sagt. 

180 Automaten gesichert

Ob nun Umbau oder Neubau: Es geht immer um das Thema Sicherheit. „Bis heute haben wir rund 180 Automaten gesichert“, sagt Friedhelm Richter. „Und von denen wurde bis heute noch keiner gesprengt.“ Das sei kein Zufall. Denn das, was das 75-köpfige Team aus Fürstenau da macht, basiert auf konkreten Szenarien. „Wir haben uns tatsächlich stundenlang Videos von Polizei und Banken angeschaut, um das Vorgehen von Tätern zu verstehen.“ Am Ende hätten sich Sicherheitsrollladen als bestes Mittel für den Schutz von Geldautomaten herausgestellt. Warum? „Weil die Täter nicht die Zeit für zwei Sprengvorgänge haben“, sagt Reinhard Richter. „Die Polizei ist dann längst unterwegs.“  

Der Schutz ist im Grunde simpel: Wer an den Automaten will, müsste zunächst den Sicherheitsrollladen sprengen. Doch der lege sich dann wie ein Panzer über den Automaten und versperre den Zugang für einen weiteren Sprengversuch. „Wir kennen Videos, in denen wir potenzielle Täter beim Auskundschaften sehen und erleben, wie sie einen Einbruchsversuch abbrechen, weil der Rollladen im Weg ist“, so Friedhelm Richter. So würden Täter gestoppt, noch ehe sie überhaupt mit ihrem Einbruch beginnen.  

Jeder Versuch löst Alarm aus

Aus gutem Grund. Die alarmgesicherten Rollladen fahren zu definierten Zeiten automatisch herunter. „Das lässt sich nicht manipulieren“, sagt Reinhard Richter. „Jeder Versuch löst sofort einen Alarm aus. Sogar, wenn der Rollladen wegen eines Hindernisses nicht vollständig herunterfährt, wird sofort ein stiller Alarm ausgelöst.“ Entweder zunächst an die Bank oder sofort an die Polizei. „Das kann der Kunde selbst definieren.“  

Richter Möbelwerkstätten setzt bei der Installation solcher Rollladen auf den Sicherheitsstandard RC 3. Getestet wird die Widerstandsfähigkeit durch kontrollierte Testsprengungen in einer Sandgrube. Aber zu RC 3 gehört nicht nur der Rollladen, sondern auch die Wand hinter dem Automaten sowie die sogenannte Umhausung mit dem Rollladenkasten. Nur wenn alle Module geschützt sind und kein Hebel angesetzt werden kann, erfüllt der Schutz seinen Zweck.  

Es geht um Prävention

„Unsere Lösung ist Prävention. Banken haben lange auf Farbpa­tronen gesetzt, die geraubtes Geld einfärben“, so Reinhard Richter. Das sei noch immer sinnvoll. Zeit dagegen lässt sich nicht manipulieren. „Wenn Täter sehen, dass es zu lange dauert, greifen sie nicht an.“  

Der ganze Mechanismus sei so einfach wie effektiv, sodass sich längst auch Versicherungen dafür interessieren. Prävention rechne sich eben besser als Schadensregulierung, so sieht man es in Fürstenau. 

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