Kreis Coesfeld

Ökoprofit: „Wir sehen viele positive Effekte“

Rosendahl-Osterwick – Geld sparen und Gutes für die Umwelt tun – diesen Ansatz verfolgt das Projekt Ökoprofit des Kreises Coesfeld und der wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld. Das Programm, mit dem Unternehmen ihre Betriebskosten senken und den Ressourcenverbrauch reduzieren sollen, geht nun in die vierte Auflage. Einen Einblick in Ökoprofit und seine Erfahrungen mit dem Projekt gibt Manfred Fleige, Geschäftsführer der Münsterland J. Lülf GmbH in Rosendahl-Osterwick, im Interview. Der Hersteller von Milchmix- und Hafergetränken hat an der Runde im vergangenen Jahr teilgenommen und ist als „Ökoprofit-Betrieb Kreis Coesfeld 2023“ ausgezeichnet worden.

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr (rechts) übergibt gemeinsam mit Marlies Dieckmann (links), stellvertretende Abteilungsleiterin im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, die Auszeichnung zum Ökoprofit-Betrieb 2023 an die Münsterland J. Lülf GmbH. Foto: Kreis Coesfeld

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Herr Fleige, was hat Sie motiviert, an Ökoprofit teilzunehmen? 
Manfred Fleige: Nachhaltigkeit hat uns schon immer beschäftigt. Wir verpacken unsere Produkte ausschließlich in Glasflaschen und Aluminiumdosen. Wir haben sogar in unseren Leitlinien das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit schon lange vor der Teilnahme schriftlich verankert. Der Impuls ist durch einen Kontakt mit der Firma Wesseling zustande gekommen, die uns auf Ökoprofit aufmerksam gemacht hat. 

Welche Maßnahmen, die Sie im Rahmen von Ökoprofit umgesetzt haben, hatten den größten Effekt für Ihr Unternehmen?
Fleige: Durch das Projekt haben wir mehrere Maßnahmen erarbeitet, bei denen wir viele positive Effekte sehen. So wurde etwa unser Kühllager optimiert und ein neuer Depallettierer installiert. Hier erwarten wir die größten Energiespareffekte. Außerdem haben wir unsere Leuchtmittel gegen LED-Technik ausgetauscht und eine Verbesserung des Druckluftsystems vorgenommen. Das macht sich alles bemerkbar. 

Wie haben Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Ökoprofit sensibilisiert und eingebunden? 
Fleige: Wir haben Ökoprofit-Teams gebildet, um das Thema auf ein breites Fundament zu setzen. In den Teams waren alle relevanten Abteilungen unseres Unternehmens vertreten, sodass dieses Thema keine „One man show“ werden konnte. Außerdem haben wir die Mitarbeiter durch Aushänge informiert und bei der Erstellung der Unterlagen auch Auszubildende unseres Unternehmens mit eingebunden. So haben wir praktisch die ganze Belegschaft mitgenommen. 

Welche Herausforderungen oder Schwierigkeiten sind Ihnen bei der Umsetzung von Ökoprofit begegnet? 
Fleige: Herausforderungen oder Schwierigkeiten sind uns in dem Sinne eigentlich nicht begegnet. Es gab den ein oder anderen Diskussionsbedarf, als wir die Arbeitsblätter bearbeitet haben, aber diese Themen wurden dann immer zügig in Zusammenarbeit mit dem Berater und intern in Meetings besprochen und gelöst. 

Welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft im Bereich Nachhaltigkeit? 
Fleige: Wir werden in Zukunft auch weiterhin daran arbeiten, unseren Umweltfußabdruck zu optimieren. Das drückt sich auch in den selbstgesteckten Zielen aus, die wir für uns formuliert haben: Umrüstung auf erneuerbare Energien durch die Installation einer Photovoltaikanlage, Effektivitätsverbesserung der Dampferzeugung sowie weitere Energiesparmaßnahmen im Unternehmen. 

Wem würden Sie Ökoprofit besonders empfehlen? 
Fleige: Ökoprofit würden wir jedem Unternehmen empfehlen, das langfristig Geld sparen will und dabei die Umwelt schonen möchte. Ich denke, das sind fast alle! Es ist in der Umsetzung und den Kosten überschaubar und durch die Unterstützung der Berater ein Projekt, das von jedem Unternehmen bewältigt werden kann und zu positiven Ergebnissen verhilft. 

Der Kreis will Wirtschaftsunternehmen im Kreisgebiet auch nach der aktuellen Runde 2023 dabei helfen, mit Ökoprofit nachhaltig, krisensicher und profitabel zu wirtschaften. Wie das Programm in der diesjährigen Runde abläuft, ist Thema des nächsten digitalen KlimaFrühstücks für Unternehmen im Kreis Coesfeld am Mittwoch, 24. Januar, von 8.30 bis 9.30 Uhr. Anmeldung und weitere Informationen zum KlimaFrühstück gibt es hier: www.coe.de/oekoprofit2024

Weitere Infos: 
Ökoprofit wird durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Projektträgerschaft liegt beim Kreis Coesfeld in enger Zusammenarbeit mit der wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld. 
Kontakt: Thomas Brühmann (wfc), Tel. 02594 / 7824022, thomas.bruehmann@wfc-kreis-coesfeld.de oder Kreis-Klimaschutzmanagerin Kira Funcke (Kreis Coesfeld), Tel. 02541 / 189115, kira.funcke@kreis-coesfeld.de 
Weitere Informationen über die ausgezeichneten Unternehmen und ihre umgesetzten Maßnahmen finden Interessierte unter: www.klima.kreis-coesfeld.de/klima/oekoprofit.html.de

 

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