Ökoprofit richtet sich an Unternehmen aller Größen und Branchen. Im Rahmen des Projekts werden die teilnehmenden Betriebe durch praxisnahe Workshops, individuelle Beratungen sowie den Austausch innerhalb einer Projektgruppe dabei unterstützt, Maßnahmen zur Einsparung von Energie, Wasser und Rohstoffen umzusetzen und betriebliche Prozesse nachhaltiger auszurichten. Neben ökologischen Effekten profitieren die Unternehmen auch wirtschaftlich und stärken ihr nachhaltiges Unternehmensprofil.
Die NUVIA Instruments GmbH hat bereits 2025 an Ökoprofit teilgenommen. Die Firma ist ein weltweit agierender Anbieter für Messtechnik im Bereich Strahlenschutz. Für das Engagement und die geleistete Arbeit im Projektjahr wurde der in Dülmen beheimatete Betrieb mit aktuell 60 Mitarbeitenden als Ökoprofit-Betrieb Kreis Coesfeld 2025 ausgezeichnet.
Herr Göhlich, was hat Sie motiviert, am Projekt teilzunehmen? Gab es da einen Schlüsselmoment?
Wir wollten die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit systematisch angehen und da hat uns das ÖKOPROFIT®-Projekt einfach eine gute Möglichkeit gegeben, uns dem Thema im Austausch mit anderen Unternehmen aus dem Kreisgebiet und mit externer Unterstützung anzunehmen.
Welche Maßnahmen mit dem größten Effekt für Ihr Unternehmen haben Sie im Rahmen des Projekts umgesetzt?
Unsere wichtigsten Maßnahmen waren die Installation einer PV-Anlage mit 60 kWp, die Einrichtung von drei neuen E-Ladepunkten und der Einstieg in die E-Mobilität durch die Umstellung auf E-Dienstwagen. Weitere Maßnahmen waren zum Beispiel die Umstellung von kunststoffbasierter Verpackungsflocken auf kompostierbare Alternativen sowie der sukzessive Austausch der Leuchtstoffröhren gegen LED. Insgesamt konnten wir mit den bereits umgesetzten Maßnahmen eine jährliche Einsparung von über 12.000 Euro bei den Energiekosten und rund 20 t CO2-Äkquivalenten erreichen.
Wie haben Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Projekt sensibilisiert und eingebunden?
Wir haben unsere Mitarbeitenden über eine online Befragung direkt ins Boot geholt und dabei wertvolle Hinweise zu unseren Stärken und Verbesserungsfeldern gesammelt. Als kleinen Extra-Motivationsschub gab es unter allen Teilnehmenden einen Sonderurlaubstag zu gewinnen.
Welche Herausforderungen oder Schwierigkeiten sind Ihnen bei der Umsetzung begegnet und wie haben Sie diese gelöst?
Größere Schwierigkeiten sind bei uns nicht aufgetreten. Ein wesentlicher Vorteil war, dass wir unsere Verbrauchsdaten zu Öl, Gas und Diesel bereits seit einiger Zeit systematisch erfassen. Dadurch hatten wir von Beginn an eine klare Datengrundlage, um Maßnahmen zu priorisieren und sinnvoll zu planen.Ökoprofit verstehen wir als eine kontinuierliche Reise, bei der man nicht alles auf einmal umsetzen kann. Wichtig ist, seine Ziele zu kennen.
Welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft im Bereich Nachhaltigkeit gesetzt und wie wollen Sie diese erreichen?
Für die Zukunft haben wir geplant, die bestehende Ölheizung durch eine Wärmepumpe zu ersetzen und eine zweite PV-Anlage zu errichten.
Abschließend Herr Göhlich, wem würden Sie Ökoprofit besonders empfehlen?
Ökoprofit kann ich allen Unternehmen empfehlen, die beim Thema Nachhaltigkeit und Ressourceneinsatz weiterkommen möchten. Am besten haben uns die Workshops gefallen, die neben den fachlichen Inputs einen Austausch mit den anderen Unternehmen ermöglichen.