Über den Flächentausch freuen sich Bürgermeister Thomas Berling und die städtische Wirtschaftsförderung gemeinsam mit der Bentheimer Eisenbahn: „Wir sind der Werkstätten GmbH sehr dankbar für die Bereitschaft, diesen Tausch zu vollziehen. Dadurch kann das geplante Logistikzentrum der Bentheimer Eisenbahn direkt an der bestehenden Gleisanlage entstehen, was viele Vorteile bringt“, so Berling.
Sowohl die Stadt Nordhorn als auch die die Werkstätten Vermögens- und Beteiligungsgesellschaft verfügten bislang über Reserveflächen von jeweils rund 9.000 Quadratmetern im Bereich der Otto-Hahn-Straße. Die Stadt Nordhorn hatte ihre Flächen für zukünftige Bauprojekte der Bentheimer Eisenbahn freigehalten. Die Werkstätten Vermögens- und Beteiligungsgesellschaft vermietet ihre Flächen an die Rosink-Werkstätten und hatte ebenfalls Platz für zukünftige Erweiterungen vorgesehen.
Bentheimer Eisenbahn: Flächen für Logistikzentrum
Für den nun geplanten Bau eines neuen Logistikzentrums der Bentheimer Eisenbahn liegen die bisherigen Flächen der Werkstätten GmbH günstiger. Sie befinden sich in unmittelbarer Nähe der bestehenden Gleisanlagen des Bahn-Betriebshofs. Im Rahmen des Neubaus will die Bentheimer Eisenbahn diese Anlagen erweitern und zukünftig effizienter für den Warenumschlag zwischen Schiene und Straße nutzen. Die Stadt Nordhorn wird deshalb die eingetauschte Fläche der Bentheimer Eisenbahn zur Nutzung zur Verfügung stellen.
Rosink-Werkstätten: Erweiterung am Standort Nordhorn geplant
Nicht nur die Bentheimer Eisenbahn, auch die Rosink-Werkstätten GmbH hat bereits konkrete Pläne für den Standort Otto-Hahn-Straße. Sie will in den kommenden Jahren zwei neue Hallen bauen, um ihre Wettbewerbsposition zu festigen.
Rosink ist seit rund 40 Jahren in Nordhorn vertreten und gehört seit 2017 zur international tätigen Werkstätten GmbH-Gruppe. Das Metallbau-Unternehmen ist spezialisiert auf den Bau von Wärmetauschern, Rippenrohren und Kesselreinigungssystemen. Kunden sind unter anderem Kraftwerke, die chemische Industrie oder Müllverbrennungsanlagen. Das Unternehmen verfügt über rund 150 Mitarbeitende und arbeitet mit einer eigenen Forschungsabteilung auch an der Entwicklung neuer, patentierter Technologien.
Mit dem ersten Erweiterungsbau direkt neben den aktuellen Produktionshallen sollen die Kapazitäten für den Bau von Wärmetauschern erhöht werden. Außerdem ist eine Lager- und Logistikhalle geplant. Diese soll auf dem eingetauschten Grundstück entstehen und vor allem für die Lagerung von Rohren sowie die Bündelung von Fertigungsprozessen genutzt werden. Bislang nutzt das Unternehmen dafür eine Halle am Standort Vennweg. Durch den Neubau sollen zukünftig Transporte innerhalb Nordhorns wegfallen und so die Kosten gesenkt werden.
Bürgermeister Berling bedankte sich im Rahmen des Notartermins im Rathaus für die gute Zusammenarbeit: „Mit diesem Vertragsabschluss haben alle Seiten gewonnen. Der Wirtschafts- und Logistikstandort Nordhorn wird dadurch langfristig gestärkt“, so Berling.