Kreis Steinfurt

Kreissparkasse Steinfurt: „sehr gutes Ergebnis 2025“

Ibbenbüren – Die Kreissparkasse Steinfurt hat ihren Wachstumskurs im Geschäftsjahr 2025 fortgesetzt. Das Kreditinstitut hat das vergangene Jahr nach eigenen Angaben „mit einem insgesamt sehr guten Ergebnis“ abgeschlossen. Die Bilanzsumme stieg im Jahr 2025 um rund sechs Prozent auf 8,4 Milliarden Euro. Das Eigenkapital konnte auf 815 Millionen Euro ausgebaut werden – ein Plus von 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gründe dafür waren demnach unter anderem ein neuer Rekord beim Neukreditgeschäft, das historisch erfolgreichste Jahr im Wertpapiergeschäft und ein Plus bei der Vermarktung von Neubauimmobilien.

Der Vorstand der Kreissparkasse Steinfurt (von links:) Peter Hensmann, Carl-Christian Kamp und Rainer Langkamp. Foto: Kreissparkasse Steinfurt

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„2025 war für uns ein Jahr mit vielen positiven Impulsen – sowohl im Kundengeschäft als auch in der strategischen Weiterentwicklung unseres Hauses“, sagt Rainer Langkamp, Vorstandsvorsitzender des Kreditinstituts.

Die jetzt veröffentlichten Zahlen beziehen sich auf die Kreissparkasse Steinfurt und die ehemalige Stadtsparkasse Lengerich, die sich Anfang 2026 zur neuen Kreissparkasse Steinfurt zusammengeschlossen haben. 

Neuer Rekord im Neukreditgeschäft

Im Kreditgeschäft setzte die Kreissparkasse ihren Wachstumskurs fort. Insgesamt wurden im Jahr 2025 Darlehen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro neu zugesagt – eine Steigerung um 22 Prozent und damit ein neuer Rekord, wie die Bank mitteilte. Davon entfielen 670 Millionen Euro auf Firmenkunden und 525 Millionen Euro auf Privatkunden.

Der gesamte Kreditbestand belief sich zum Jahresende auf 6,4 Milliarden Euro (plus 3,7 Prozent). Davon zählten 3,2 Milliarden Euro zum Privatkunden- und 3,0 Milliarden Euro zum Firmenkundenbereich. Besonders gefragt waren nach Angaben der Kreissparkasse Steinfurt Finanzierungen in den Bereichen Wohnungsbau, energetische Sanierung sowie Investitionen von Unternehmen in Digitalisierung und Transformation. Eine wichtige Rolle spielten bei der Transformationsfinanzierung öffentliche Förderkredite. So half die Kreissparkasse Steinfurt ihren Firmenkundinnen und -kunden, rund 97 Millionen Euro für Transformations- und Innovationsprojekte in die Region zu holen.

Historisch erfolgreichstes Jahr im Wertpapiergeschäft

Im Wertpapiergeschäft erzielte die Kreissparkasse Steinfurt das „erfolgreichste Jahr ihrer Geschichte“. Das Wertpapier-Neugeschäft in Investmentfonds stieg um fast 30 Prozent auf 279,3 Millionen Euro bei den Einmalanlagen. Aus regelmäßigen Sparverträgen wurden weitere 63,4 Millionen Euro in Investmentfonds angelegt – ein Plus von 13,4 Prozent. „Unsere Kundinnen und Kunden investieren zunehmend langfristig und breit gestreut. Fonds, ETFs und Aktiensparpläne stehen weiterhin hoch im Kurs – gerade auch bei jüngeren Zielgruppen“, so Carl-Christian Kamp, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse. Der Wertpapierbestand erhöhte sich insgesamt von 2,3 auf 2,6 Milliarden Euro. Die bilanzwirksamen Kundeneinlagen stiegen um 3,9 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro.

Zuwachs bei der Vermarktung von Neubauimmobilien

Auch im Immobilienbereich verzeichnete die Kreissparkasse Steinfurt ein deutliches Wachstum: Im Jahr 2025 vermittelten die Expertinnen und Experten insgesamt 241 Immobilien. Das entspricht einem Gesamtvolumen von rund 80 Millionen Euro – ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Besonders stark war der Zuwachs bei der Vermarktung von Neubauimmobilien. Die gestiegene Attraktivität über steuerliche Anreize durch das sogenannte Wachstumschancengesetz hat hier deutlich Wirkung gezeigt“, sagt Kamp.

Investitionen in zwei Hauptstellen

Investiert hat die Sparkasse im Jahr 2025 in die eigene Infrastruktur. Mit den Vorbereitungen für die Neubauten der Hauptstelle in Emsdetten und des Beratungs-Centers in Ochtrup wurde der Grundstein für zwei moderne Standorte gelegt, die sowohl das Kundenerlebnis als auch die Arbeitsbedingungen verbessern sollen – und zudem dringend benötigen Wohnraum in beiden Städten schaffen, wie die Kreissparkasse mitteilte. „Diese Standorte stehen beispielhaft für unsere langfristige Strategie“, betont Vorstandsmitglied Peter Hensmann.

Fusion mit Stadtsparkasse Rheine wird gepüft

Auch strukturell hat die Kreissparkasse Steinfurt im Jahr 2025 wichtige Weichen für die Zukunft gestellt: Die Fusion mit der Stadtsparkasse Lengerich wurde zum 1. Januar 2026 umgesetzt. Zudem laufen aktuell die Sondierungsgespräche mit der Stadtsparkasse Rheine, um eine mögliche weitere Fusion zu prüfen. Ziel sei es, die Leistungsfähigkeit, Wettbewerbsstärke und Zukunftssicherheit beider Häuser langfristig zu sichern und auszubauen. Die Gremien beider Sparkassen wollen hierüber im Frühsommer entscheiden.

Zum Jahresende beschäftigte die Kreissparkasse Steinfurt inklusive der ehemaligen Stadtsparkasse Lengerich insgesamt 1.049 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 100 Auszubildende. Auch 2025 investierte das Kreditinstitut gezielt in Ausbildung, Weiterbildung und Arbeitgeberattraktivität und plant, die Zahl der Ausbildungsplätze weiter auszubauen. „Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist es für uns entscheidend, junge Talente zu gewinnen und gleichzeitig erfahrene Kolleginnen und Kollegen langfristig zu binden“, sagt Rainer Langkamp.

Das Kreditinstitut unterstützte außerdem Projekte, Events und Aktionen von rund 1.000 Vereinen und Institutionen aus der gesamten Region mit insgesamt 2,4 Millionen Euro.

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