Die Arbeiten für das künftige Preußenstadion werden voraussichtlich ab dem zweiten Quartal 2025 starten, wobei zunächst die bereits abgerissene Westkurve neu errichtet wird, dann die Kurve gegenüber und am Ende die heutige Gegengerade.
Für den Bau stellt die Stadt Münster als Eigentümerin rund 88 Millionen Euro zur Verfügung, spätestens zum Jahresende 2027 soll das Stadion vollständig eröffnet werden, lediglich Arbeiten im Stadionumfeld sollen noch bis Anfang 2028 vorgenommen werden.
Aus Sicht der Fans, aber auch des SC Preußen wichtig: Künftig wird das Preußenstadion Platz für 19.156 Zuschauer bieten.
Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe betonte noch einmal die Bedeutung des Stadionumbaus für Klub und auch Region. "Gut 100 Jahre nach der Eröffnung an der Hammer Straße erhält der SCP eine rundum erneuerte, moderne Heimat, die wie in der Vergangenheit für weitere unzählige Fußballspiele und emotionale Momente stehen wird."
Fest steht allerdings, dass die Arena selbst ausschließlich für sportbezogene Veranstaltungen nutzbar sein wird, Open-Air-Konzerte bleiben auch weiter ausgeschlossen.
Dagegen wird der SC Preußen nach Fertigstellung der Nordtribüne im Laufe des Jahres 2027 über deutlich mehr Business-Bereiche verfügen. Schon heute nutzen viele Unternehmen aus dem Münsterland das Stadion als Veranstaltungsort für Events, Seminare oder andere Feiern.
Die Hellmich Unternehmensgruppe selbst hat bereits Erfahrung mit dem Thema Stadionbau: Unter anderem die Schalke-Arena in Gelsenkirchen oder die Stadien in Duisburg, Ingolstadt, Aachen oder (aktuell) das Stadion in Wattenscheid wurden von den Duisburgern realisiert. Architekt des neuen Preußenstadions ist Guido Pfaffhausen mit seinem gleichnamigen Büro aus Zwickau.
Besonderheit des Stadions: Mit umfangreichen Photovoltaikanlagen auf den Dächern soll das Stadion als Plus-Energie-Stadion realisiert werden, das mehr elektrische Energie erzeugt als es verbraucht, wie es bei der Stadt heißt. Wo keine PV-Anlagen installiert werden, sollen begrünte Dächer für eine gewisse Nachhaltigkeit sorgen.
Auch Inklusion ist ein Thema: Im Stadion werden ein Prozent der Plätze für Rollstuhlfahrer vorgehalten - rund 190 Stück also, mehr als in fast allen anderen Stadien Deutschlands. Barrierefreiheit wird dabei besonders beachtet, wie es heißt.
Während drei neue Tribünen errichtet werden, bleiben zwei Ecken jenseits der heutigen Tribüne anderen Nutzungen vorbehalten: Auf der östlichen Seite wird ein Eckgebäude errichtet, in dem unter anderem eine Kita einziehen wird. Auf der anderen Seite der Tribüne will der SC Preußen selbst ein weiteres Eckgebäude realisieren, das unter anderem Platz für die benachbarten Sportklubs Uni Baskets Münster und USC Münster (Volleyball) bieten soll.