Münster

Neue EFRE-Förderprojekte präsentiert

Münster – Gründungsinteressierte für nachhaltige Business-Konzepte begeistern, eine zentrale Anlaufstelle für das Thema Kreislaufwirtschaft schaffen und Innovationskooperationen fördern: Diese und weitere Vorhaben stecken hinter drei neuen EFRE-Förderprojekten im Münsterland. Unter dem Titel „Mit nachhaltigen Projekten in die Zukunft“ haben sich „Grünes Gründen Münsterland“, „Kreislaufwirtschaftsregion Münsterland“ und „Sustainable Innovation Münsterland“ beim Kick-off-Event auf Gut Havichhorst in Münster präsentiert. Rund 120 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik erfuhren dabei mehr über den Wert der Projekte für Unternehmen und über den Weg zu einer ökologischen Transformation in der Region.

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„Nur gemeinsam sind wir stark. Im Verbund unterstützen die drei Projekte das Münsterland hin zu einer zukunftsfähigen regionalen Wirtschaft und setzen dabei nachhaltige Impulse. Sie richten sich ebenso an Unternehmen und Gründungswillige wie auch an Akteure aus Wissenschaft und Forschung“, betonte Klaus Ehling, Vorstand des Münsterland e.V. Als Leadpartner setzt der Münsterland e.V. die EFRE-Projekte gemeinsam mit regionalen Partnern um, zusammen haben sie ein Gesamtvolumen von mehr als fünf Millionen Euro.

Grünes Gründen Münsterland

Das Team von „Grünes Gründen“ fördert nachhaltige Gründungen und vernetzt Wissenschaft und Gründungsszene. Es bietet Vorträge und Workshops mit Experten an, unterstützt die Zusammenarbeit mit Hochschulen und organisiert Vernetzungsevents zum Beispiel zwischen Gründerinnen und Gründern und weiteren regionalen Unternehmen. „Wir versuchen mit aller Kraft, die ökologische Transformation der Region zu pushen – und wir sind davon überzeugt, dass die Gründungsszene dabei ein enorm wichtiger Hebel ist. Hier müssen wir jetzt das Innovationspotenzial steigern, damit die Unternehmenslandschaft von morgen zukunftsfähig aufgestellt ist“, sagten Katharina Stemmer und Frank Sibbing, die das Projekt beim Münsterland e.V. leiten.

Mit ihnen auf der Bühne präsentierte sich als Best-Practice-Beispiel das Start-up „Closd“: Das Unternehmen produziert recycelbare Handyhüllen, die außerdem die Front- und Rückkamera des Smartphones verdecken können, wie Gründerin Christina Wulf erläuterte. „Eine Gründung, die perfekt auf das Thema einzahlt“, so das Projektteam.

Kreislaufwirtschaftsregion Münsterland

Hinter dem Projekt „Kreislaufwirtschaftsregion“ steckt das Vorhaben, eine zentrale Anlaufstelle und ein Kompetenznetzwerk aufzubauen. „Wir wollen die schon vorhandene Kompetenz im Bereich Kreislaufwirtschaft strukturieren, vernetzen, transparent machen und weiter ausbauen. Die Unternehmen sollen sich in Zukunft nicht mehr an verschiedenen Stellen Infos und Unterstützung suchen müssen, sondern haben im Münsterland einen zentralen Anlaufpunkt. Gleichzeitig wollen wir auch Konsumentinnen und Konsumenten für das Thema sensibilisieren und einen gesellschaftlichen Dialog auf regionaler Ebene anregen“, sagte Sebastian Schürmann, Projektleiter beim Münsterland e.V. Dazu fördert das Projekt zum Beispiel den fachlichen Austausch, vernetzt Unternehmen und Experten, organisiert Veranstaltungen und macht öffentlichkeitswirksam auf das Thema aufmerksam.

Als Beispiel für erfolgreiche zirkuläre Geschäftsmodelle stellte sich auf der Bühne das Start-up „Nevalu – Circular Value GmbH“ vor: Es nutzt Material aus Kunststoffabfällen für den 3D-Druck um und fertigt daraus langlebige Produkte. Dabei ging Philipp Sieg von Nevalu auch auf zukünftige Herausforderungen ein, bei denen das Projekt unterstützen kann, etwa bei der Öffentlichkeitsarbeit, dem Erfahrungsaustausch mit Unternehmen oder der Suche nach Experten.

Sustainable Innovation Münsterland

Das Projekt „Sustainable Innovation“ fördert Innovationskooperationen zwischen Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen zur nachhaltigen Transformation. Daneben will es Führungs- und Nachwuchskräfte in den Fähigkeiten „Sustainable Leadership“ und „Innovation“ qualifizieren. „Unsere Vision ist es, das Münsterland zu einem dynamischen Innovationsökosystem zu entwickeln und als überregionalen Hotspot für nachhaltige Innovationen zu etablieren. Gemeinsam mit unseren Partnern bündeln wir die Ressourcen von Mittelstand, Start-ups, Forschungseinrichtungen und jungen Talenten in unserer Region, um innovative Lösungen für die aktuellen Herausforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen“, sagte Jan-Philipp Peperhowe, Projektleiter beim Münsterland e.V.

Mit ihm auf der Bühne stand auch Friedrich Pehle, als CFO Mitglied im Vorstand der 2G Energy AG aus Heek. Er ging darauf ein, wie es gelingen kann, als Unternehmen das eigene Geschäftsmodell erfolgreich nachhaltig aufzustellen.
Über die Themen Motivation und Transformation referierte zudem Paula Menninghaus, Jung-Unternehmerin und Sportlerin aus dem Münsterland. Sie setzte sich unter anderem damit auseinander, was Unternehmen für ihre Transformation aus dem Sport lernen können, wie sie ihr Team dafür motivieren und wie sie fit werden für die Zukunft.

Info:
Die Verbundprojekte werden im Rahmen des EFRE-Aufrufs „Regio.NRW“ von der Europäischen Union und dem Wirtschaftsministerium NRW gefördert. Der Münsterland e.V. setzt sie als Leadpartner gemeinsam mit verschiedenen Partnern um. Laufzeit aller Projekte ist bis Februar 2027.

Verbundpartner bei „Grünes Gründen Münsterland“ sind: Münsterland e.V., Handwerkskammer Münster, IHK Nord Westfalen, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf, Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld, Fachhochschule Münster, Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken, Technologieförderung Münster und Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt

Verbundpartner bei „Kreislaufwirtschaftsregion Münsterland“ sind: Münsterland e.V., Fachhochschule Münster, Handwerkskammer Münster und IHK Nord Westfalen

Verbundpartner bei „Sustainable Innovation Münsterland“ sind: Münsterland e.V. Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken, Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld, Fachhochschule Münster, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf, Wirtschaftsförderung Münster und die Westfälische Hochschule

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