Landkreis Grafschaft Bentheim

Lücke im Mobilfunknetz in der Niedergrafschaft geschlossen

Ringe – Die Telekom hat in der Grafschaft Bentheim einen neuen Mobilfunkstandort in Betrieb genommen. Der rund 40 Meter hohe Mobilfunkmast steht in Ringe (Samtgemeinde Emlichheim), funkt mit 4G- und 5G-Antennen und schließt damit eine bislang bestehende Versorgungslücke in der Niedergrafschaft.

Freuen sich, dass der neue Mobilfunkmast in Ringe eine Versorgungslücke in der Niedergrafschaft schließt (von links): Andreas Conrads (Wirtschaftsförderung des Landkreises), Thomas Fannasch (Kommunalbeauftragter der Telekom), Gitta Mäulen (Geschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim) und Ralf Hilmes (Leiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises). Foto: Landkreis Grafschaft Bentheim

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„Die Errichtung dieser Anlage ist das Ergebnis einer Gesprächsrunde zwischen Unternehmen, Wirtschaftsvereinigung, Telekom und Landkreis. Gemeinsam haben wir intensiv darüber beraten, wie sich die Mobilfunkversorgung in der Niedergrafschaft gezielt verbessern lässt“, berichtet Ralf Hilmes, Leiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises Grafschaft Bentheim. Gemeinsam mit Gitta Mäulen, Geschäftsführerin der Grafschafter Wirtschaftsvereinigung, Andreas Conrads von der Wirtschaftsförderung des Landkreises und Thomas Fannasch, Kommunalbeauftragter der Telekom für den Mobilfunk in Niedersachsen, macht er sich in Ringe ein Bild von dem neuen Mobilfunkstandort.

Entscheidender Standortfaktor

Für Hilmes steht fest: „Eine leistungsfähige und verlässliche Mobilfunkversorgung ist ein entscheidender Standortfaktor für unsere Unternehmen. Aber auch für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet eine gute Mobilfunkverbindung ein Stück Lebensqualität, sei es im Alltag, im Beruf oder unterwegs.“ Darüber hinaus spiele eine flächendeckende Mobilfunkversorgung bei Notfällen eine wichtige Rolle. Gerade in dringenden notärztlichen Situationen oder in Krisenfällen sei eine stabile Mobilfunkabdeckung unverzichtbar. Die Verbesserung der Mobilfunkversorgung bleibe für den Landkreis deshalb eines der zentralen Themen. „Im Vergleich zu anderen Regionen ist die Grafschaft leider noch immer unterdurchschnittlich versorgt – wir haben Aufholbedarf. Daher freuen wir uns über jeden zusätzlichen Standort. Der Ausbau muss aber noch weitergehen“, so Hilmes.

Nicht selbst in den Markt eingreifen

Der Landkreis darf nach einer Gesetzesänderung selbst nicht in den Markt eingreifen und beispielsweise eigenständig Mobilfunkmasten errichten, um diese an Telekommunikationsunternehmen zu verpachten. „Wir hatten für genau solche Maßnahmen bereits Mittel eingeplant. Aus beihilferechtlichen Gründen ist das jedoch nicht zulässig. Wir sind also von den Ausbauaktivitäten der Marktteilnehmer abhängig und wir erwarten, dass diese die gesetzlich vorgesehenen Versorgungsauflagen bis Ende 2029 auch umsetzen“, bekräftigt Hilmes. Die Wirtschaftsförderung des Landkreises stehe in engem Austausch mit verschiedenen Telekommunikationsunternehmen und unterstütze diese unter anderem bei der Suche nach geeigneten Standorten oder bei Genehmigungsprozessen.

Die Telekom betreibt in der Grafschaft mittlerweile 56 Mobilfunkstandorte. In den kommenden drei Jahren sollen weitere zwölf Standorte gebaut und 27 Standorte mit 4G und 5G erweitert werden. Nach Angaben der Telekom sind derzeit 95 Prozent des Kreisgebietes mit Mobilfunk versorgt.

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