Krone baut in Ibbenbüren

Steinfurt
Mit dem obligatorischen ersten Spatenstich erfolgte der offizielle Startschuss für die Ansiedlung der Krone-Tochter im Gewerbegebiet Schierloh (von links): Uwe Manteuffel (Technischer Beigeordneter Stadt Ibbenbüren), Dr. Marc Schrameyer (Bürgermeister Stadt Ibbenbüren), Reinhold Plake (Leiter Fachdienst Liegenschaften der Stadt Ibbenbüren), Martin Burlage (Erster Beigeordneter Stadt Ibbenbüren), Jochen Roling (Betriebsleiter GTS Grundstücksgesellschaft), Dr. David Frink (Geschäftsführer Krone Holding) und Bernard Krone (Eigentümer). Foto: Stadt Ibbenbüren / André Elshoff

Ibbenbüren – Für die Stadt Ibbenbüren ist es die größte Gewerbeansiedlung der letzten Jahrzehnte: Der Landmaschinen- und Nutzfahrzeughersteller Krone aus Spelle baut einen Produktionsstandort in der ehemaligen Bergbaustadt. Gemeinsam setzten die Vertreter der Stadt und des Konzerns jetzt den symbolischen ersten Spatenstich.

Die Bauarbeiten „Am Schierfeld“ im Gewerbegebiet Schierloh sollen im zweiten Quartal dieses Jahres starten. Dort will Krone in den kommenden Jahren eine Komponentenfertigung aufbauen, die als Zulieferer für die weiteren Krone-Standorte fungieren soll. Geplant sind fünf Produktionshallen auf einer Gesamtfläche von 18,5 Hektar errichtet werden. 400 neue Arbeitsplätze sollen sukzessive in den nächsten Jahren in Ibbenbüren neu entstehen.

„Für Ibbenbüren ist diese Ansiedlung eine ganz besondere“, betonte Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer bei beim Spatenstich. Sie sei ein deutlicher Fingerzeig dahingehend, dass auch nach Ende des Steinkohlenbergbaus weiter viele qualitativ hochwertige Industriearbeitsplätze in Ibbenbüren vorhanden sein werden. Auf die Verhandlungen mit Krone blickte Schrameyer durchweg positiv zurück. „Ein harter, aber zu jeder Zeit ehrlicher, fairer und zielgerichteter Verhandlungspartner“, lobte der Bürgermeister die Gespräche mit dem Unternehmen aus dem Emsland.

Der neue Standort in Ibbenbüren soll dem Landmaschinen- und Nutzfahrzeughersteller einen deutlichen Ausbau seiner Kapazitäten ermöglichen. „Wir reduzieren damit die Komplexität unserer Hauptfertigung in Spelle“, erklärte Eigentümer Bernard Krone. In Ibbenbüren werde eine Komponentenfertigung mit dem Schwerpunkt Teilefertigung entstehen, ergänzte Betriebsleiter Jochen Roling. Der Fokus liege dabei auf innovativen, kostensparenden und automatisierten Produktionsprozesse. Zunächst wird in Schierloh nur für die Landmaschinensparte produziert, in einigen Jahren soll der Nutzfahrzeugbereich folgen.

Die Bauarbeiten für die erste von insgesamt fünf Produktionshallen sollen im zweiten Quartal 2021 beginnen. Bereits Ende dieses Jahres soll die Halle mit einer Größe von 12.500 Quadratmetern fertiggestellt werden und die Produktion sogenannter Schweißbaugruppen anlaufen. Das Investitionsvolumen dafür liege bei 35 Millionen Euro, so Roling. Nach und nach sollen weitere Gebäude folgen. „Wir wollen unseren Stufenplan in den nächsten Jahren in kleinen Schritten, in verdaubaren Happen umsetzen“, blickte Krone voraus.

Der Eigentümer des Krone-Konzerns lobte die gute Zusammenarbeit während der Verhandlungen um die Ansiedlung. „Hut ab vor dieser Hands-on-Mentalität! Davor, dass es unternehmerisches Denken auch in einer Kommune geben kann.“ Man habe hier einen tollen Standort gefunden, der sich in einem Wettbewerb durchgesetzt habe. „Wir fühlen uns auch ein bisschen als Westfalen. Wir sind eine Region“, betonte Krone. Die Ansiedlung in Ibbenbüren bewertete er – auch mit Blick auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft – als „ein starkes Signal in solch schwierigen Zeiten“.

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